Neuer Anti-Atomkoordinator für Niederösterreich
SANKT PÖLTEN. Er unterstützt Gemeinden und NGOs in Sachen Anti-Atom-Politik: der Anti-Atomkoordinator des Landes. In dieser Funktion folgt nun Christoph Urbanek Peter Allen .

Seit 2010 war Allen als Anti-Atomkoordinator im Einsatz. “In seiner Funktionszeit wurden die Kommunikation und das Vernetzen über die Landesgrenzen von NÖ hinaus engagiert vorangetrieben, ebenso wie die enge Zusammenarbeit mit dem Bund bei Anti-Atom-Aktivitäten“, betont Landesrat Stephan Pernkopf. Sein Nachfolger Urbanek leitete seit März 2015 die Abteilung Umwelttechnik beim Amt der NÖ Landesregierung.
UVP-VerfahrenIn den vergangenen Jahren habe sich die Anti-Atom-Koordination NÖ vor allem bei UVP-Verfahren zur geplanten Neuerrichtung, Leistungserhöhung und die Verlängerung der Betriebsdauer von Nuklearanlagen in Grenznähe, wie Temelin, Dukovany, Mochovce oder Bohunice mit Fachstellungnahmen und rechtlichen Gutachten eingebracht. „Seit dem Jahr 1998 vertritt die NÖ Anti-Atom-Koordination das Land in bilateralen Kommissionen und bei UVP-Verfahren zu grenzüberschreitenden nuklearen Projekten mit möglichen Auswirkungen auf Niederösterreich“, so Pernkopf.
Kernkraftwerk & Atommüll-Endlager In nächster Zeit gehe es schwerpunktmäßig darum, die NÖ Interessen im grenzüberschreitenden UVP-Verfahren für das geplante ungarische Kernkraftwerk Paks II wahrzunehmen, genauso wie bei der Standortfrage eines tschechischen Atommüll-Endlagers klar Position zu beziehen. „Das bedeutet für die NÖ Anti-Atomkoordination einerseits, klar auf die Gefahren der hochrisikoreichen Erzeugung von Atomenergie unermüdlich hinzuweisen und andererseits eine für Niederösterreich sichere Lösung in der Frage der Atommüllendlagerung in Tschechien aktiv einzufordern“, unterstreicht der neue Anti-Atomkoordinator Christoph Urbanek.


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