VP: Jeder rennt um sein eigenes Leiberl
ST. PÖLTEN. Während die SPÖ auf herkömmlichem Weg ihre Wähler mobilisiert, und die Mandatare für einen vorbestimmten Platz im Gemeinderat kämpfen, beschreitet man bei der ÖVP einen anderen Pfad zur Stimmenmaximierung. Vor allem in Niederösterreich und in St. Pölten wird bei der kommenden Wahl am 17. April wieder der bislang erfolgreiche Vorzugsstimmenwahlkampf angewandt.

Bei den St. Pöltner Schwarzen müssen bei der anstehenden Gemeinderatswahl wieder alle Mandatare sozusagen um ihr eigenes Leiberl rennen. Sie bekommen keinen Fixplatz auf der Liste. In das Stadtparlament kommt, wer die meisten Stimmen hat. Nur der Spitzenkandidat ist fix gereiht. Dies ist bei der VP St. Pöltens Matthias Adl. Das heißt, auf den „hinteren Rängen“ könnte sich einiges tun. Auch bisher nicht im Gemeinderat Vertretene haben bei der Volkspartei – vorausgesetzt sie können die notwendige Anhängerschaft für sich gewinnen – haben die Chance, sich in der nächsten Legislaturperiode im Rathaus wiederzufinden.
Anderernorts hat dies schon zu erheblichen emotionalen Verwerfungen innerhalb eines bislang homogenen Parteikörpers geführt. Bei den Traisenstädter Schwarzen haben alle die Spielregeln anerkannt und wissen, wie sie dran sind.
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