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SANKT PÖLTEN.  Mit einem Festakt wurden zwei neue Fischaufstiegshilfen an der Traisen im Raum St. Pölten eröffnet. Mit Hilfe dieser beiden neuen Anlagen können Fische nun das Spratzener und das Altmannsdorfer Wehr überwinden, wodurch die Traisen als wichtiger Lebensraum für Fische um einen weiteren Schritt verbessert werden konnte.

V. li.: Nika Hayden, Dieter Lutz, Walter Hobinger, Vzbgm. Matthias Adl, Probst Maximilian Fürnsinn, Obmann Franz Permoser, Landesrat Stephan Pernkopf, Kurt Merkl, Ulrich Mauterer, Landesfischermeister Karl Gravogl Foto: NLK Reinberger

Projektträger sind die St. Pöltner Wasserwerksgenossenschaft und die Wasserwerksgenossenschaft am Altmannsdorfer Wehr. Es handelt sich dabei um Zusammenschlüsse der Betreiber zahlreicher Wasserkraftanlagen entlang der beiden Traisen-Werksbäche, die ihr Wasser an den beiden Wehranlagen aus der Traisen entnehmen, um damit Strom zu erzeugen.

Miteinander von Gewässerschutz und Wasserkraft

Für Niederösterreichs Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf ist die Traisen ein Vorzeigebeispiel für das gute Miteinander von Gewässerschutz und Wasserkraft: „Saubere Energie aus Wasserkraft steht oft in einem Interessenskonflikt mit Natur- und Gewässerschutz. Die neuen Fischaufstiegshilfen und die gemeinsamen Anstrengungen für mehr Wasser in der Traisen zeigen, dass mit ausgereifter Technik ein weitgehender Interessensausgleich erreicht werden kann.“

Investitionsvolumen 1,3 Millionen Euro

Für die beiden Fischwanderhilfen seien rund 1,3 Mio. Euro investiert worden. Bund und Land unterstützten laut Pernkopf die Maßnahme mit jeweils 25 Prozent, weitere Finanzierungsbeiträge kamen vom NÖ Landesfischereiverband. Die Errichtung der beiden neuen Fischaufstiegshilfen ist Teil einer Reihe von Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung der Traisen: So wird derzeit im Rahmen eines EU-LIFE-Projektes der Mündungsbereich der Traisen auf einer Länge von rund zehn Kilometern vollkommen neu gestaltet. Aus einem regulierten kanalartigen Fluss entsteht ein naturnahes Augewässer mit einer Vielzahl von hochwertigen Lebensräumen.

 

Wasserqualität

Um vor allem im Sommer die Wasserqualität der Traisen zu verbessern, wurde Pernkopf zufolge mit den Betreibern der Wasserkraftanlagen an den Traisen-Werksbächen vereinbart, dass mindestens 500 l/s im Hauptfluss der Traisen verbleiben und nicht in die beiden Werksbäche ausgeleitet werden.

 

„Hochwertiger Fischlebensraum“

„In einem Versuchsprojekt bei Pottenbrunn wird das Flussbett der Traisen ab Sommer 2016 so umgestaltet und mit Wasser beschickt, dass ein möglichst hochwertiger Fischlebensraum geschaffen werden kann. Dies könnte in weiterer Folge auf den gesamten Traisenverlauf zwischen St.Pölten und Traismauer übertragen werden“, erklärt Pernkopf.


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