Beste Milchlieferanten aus NÖ mit der Bella ausgezeichnet
ST. PÖLTEN. Die Molkereien nominierten für den heurigen NÖ Milchlandpreis 40 Milchlieferanten mit hervorragenden Ergebnissen bei der Qualitätsmilchproduktion. Ausschlaggebend waren Kriterien wie die Mitgliedschaft im Landeskontrollverband NÖ, der Teilnahme an QS-Kuh oder die Mitarbeit im Arbeitskreis Milchproduktion.

Um die Leistungen von Niederösterreichs Milchbauern anzuerkennen, kam man vergangenes Jahr auf die Idee, einen Milchlandpreis ins Leben zu rufen. Bei einer Festveranstaltung zum Weltmilchtag am 1. Juni in der Landwirtschaftskammer NÖ, bei der auch die neue Milchkönigin gekrönt wurde, wurden die Preise, Urkunden und Pokale verliehen. Als Name für die gewonnene Skulptur einigte man sich auf „Bella“ (die Schöne), da es der häufigste Kuhname in den heimischen Ställen ist. Der erste Platz und damit 3000 Euro und die Goldene Bella erhielten Gerlinde und Johann Winkler aus Edlitz. Der zweite Platz, 2000 Euro und die Silberne Bella gingen an Maria und Erich Adelsberger aus Randegg, der dritte Platz, 1000 Euro und die Bronzene Bella an Bianca und Reinhard Laister aus Groß Gerungs.
Elisabeth I. tritt ihre Regentschaft an
„Uns zwei ist das in die Liege gelegt worden. Wir kommen beide von Milchbetrieben und kennen die harte Arbeit von Kindesbeinen auf. In unserer Funktion ist es uns jetzt ein Anliegen, eine Wertschätzung für diese Arbeit und für diese Sorgfalt, die täglich in den Ställen geleistet wird, zum Kunden zu tragen und in der Gesellschaft aktiv zu erhöhen“, sagte die neue Milchkönigin Elisabeth Haimberger aus Zeillern. „Ich studiere Media- und Kommunikationsberatung an der FH St. Pölten. Das Studium ist sehr auf Kommunikation ausgerichtet. Ich bin mir sicher, dass mich die Landwirtschaft nach meinem Studium nicht mehr loslassen wird. Die Kontakte, die ich hier knüpfe, werden mir für meine Zukunft sicher viel bringen“, sagte sie hinsichtlich ihrer Berufswahl.
„Mein Ziel ist es, eine Landwirtschaft zu haben. Mein Bruder hat daheim schon übernommen. Ich mache jetzt gerade Matura in der Landwirtschaftsschule Raumberg-Gumpenstein (Steiermark), und nachher wird man schauen“, plant die frischgekürte Milchprinzessin Daniela Beiglböck.
Schlechte Zeiten für Milchbauern
„Die Preissituation hat sich inzwischen noch mehr verschärft. Wir haben selten so eine Situation gehabt, aber es ist nicht das erste Mal. 2009 war eine ähnliche Situation. Aber wenn wir ein Tal durchschreiten, geht es bald wieder bergauf, und das hoffen wir auch“, fand Umweltlandesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) motivierende Worte angesichts der für Milchbauern momentan schwierigen Zeiten. Anderen Länder würde es in den Bereichen Schwein und Milch noch schlechter gehen. Die über die Russen verhängten Sanktionen würden die Falschen treffen, nämlich die Konsumenten, meinte Pernkopf. „Die Herausforderungen in der Agrar- und Flüchtlingspolitik sind überall dieselben, nämlich schlechte. Wir haben aber aufgrund unserer Wohlstandes noch zehn Mal bessere Voraussetzungen, um diese Herausforderungen zu bewältigen.“


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