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St. PÖLTEN. Das Jahresthema der Wirtschaftskammer NÖ lautet Digitalisierung. Passend dazu veranstaltete die Sparte Industrie im WIFI St. Pölten gestern und vorgestern den österreichweit ersten Lehrlingswettbewerb zum Thema Industrie 4.0 .

  1 / 5   Sieben Teams mit verschiedenen Namen traten beim Industrie 4.0-Lehrlingswettbewerb an. Fotos: Thomas Lettner

Sieben Teams zu je vier Mitgliedern bekamen als Aufgabe, ein intelligentes automatisiertes Lagersystem zu entwickeln. Dieses sollte, sobald ein Teil aus dem Lager entnommen wird, den Teil nachproduzieren und retour ans Lager versenden. Die Lehrlinge mussten für den Wettbewerb Kenntnisse in Projektmanagement, CAD-Zeichnen, Mechanik, Pneumatik und Elektronik mitbringen und moderne Sensoren sowie QR-Codes verwenden können. Zwei der Teams bestandenen aus Lehrlingen verschiedener Firmen, traten also als gemischte Teams an. Die Projektarbeitsplätze wurden von der Firma Festo zur Verfügung gestellt, die sich neben Automatisierungstechnik auf die Vermittlung von Lehrinhalten zum Thema Industrie 4.0 spezialisiert hat. 

Die Fabrik von morgen

Die Bezeichnung Industrie 4.0 ist gleichzusetzen mit der vierten Industriellen Revolution. Darunter versteht man autonome Produkte und Entscheidungsprozesse, die nahezu in Echtzeit Wertschöpfungsnetzwerke steuern. Der Trend geht eindeutig in Richtung Individualisierung von Produkten nach dem Wunsch des Kunden. Wichtig ist dabei natürlich vor allem das Internet. „Der Mensch bekommt im Industrie 4.0-Szenario eine andere Funktion. Es wird weniger die Muskelkraft wichtig sein als das Dirigieren der Daten, um auf diesen basierend Entscheidungen zu treffen“, sagte Thomas Salzer, Obmann der Sparte Industrie in der WKO NÖ. „Ich habe Betriebsbesuche gemacht und dabei gesehen, dass moderne Industrien state of the art sind. Deshalb ist es für uns ganz wichtig, dass unsere Jugend in diesem Sinne ausgebildet wird“, meinte Sonja Zwazl, Präsidentin der WKO NÖ, die die Lehre unverzichtbar für die österreichische Wirtschaft hält. Der zweite Präsident des Niederösterreichischen Landtags Johann Heuras sagte dazu: „Der Begriff Mechatronik, den es vor 20 Jahren noch gar nicht gegeben hat, macht deutlich, wie die einzelnen Bereiche ineinander übergehen. Es zeigt, dass hier nicht nur eine Kompetenz oder ein Bereich wichtig ist, sondern die Vernetzung mehrerer Bereiche. In Zukunft ganz entscheidend sein wird, wer vorne ist und wer innovativer ist. Daher ist so ein Wettbewerb natürlich etwas Großartiges.“ Die Preisverleihung des Lehrlingswettbewerbs findet am 22. Juni, 18 Uhr, im Auditorium der New Design University St. Pölten statt.


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