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Sonderprogramm "Arbeitswelt 4.0" soll Arbeitnehmer fit für die digitale Welt machen

Thomas Lettner, 19.10.2016 12:04

ST. PÖLTEN. In den nächsten Jahren werden laut Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) eine Million IT-Techniker in Europa fehlen. Dieser Trend sei auch in NÖ spürbar, wo es einen Mangel an 1400 IT-Fachkräften geben wird. Das Sonderprogramm „Arbeitswelt 4.0“, das am 1. Jänner 2017 beginnt, soll dieser Entwicklung entgegenwirken.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner und Karl Fakler, Landesgeschäftsführer des AMS NÖ Foto: Thomas Lettner

„Mit der Digitalisierung ist eine Veränderung der Arbeitswelt verbunden. Vor allem Maschinen und Computer kommunizieren miteinander. Das birgt neue Herausforderungen für die Arbeitswelt, die Arbeitnehmer und Unternehmen“, sagte Mikl-Leitner. Berufsbilder würden sich verändern, manche verschwinden und neue hinzukommen.

Förderungen für Arbeitnehmer

Das Land NÖ setzt gemeinsam mit der niederösterreichischen Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt Service NÖ durch das Sonderprogramm „Arbeitswelt 4.0“ neue Schritte, um Menschen für den Arbeitsmarkt fit zu machen und Beschäftigte in Beschäftigung halten zu können. Das Sonderprogramm wird am 1. Jänner 2017 gestartet und sieht vor, Umschulungen als auch Aus- und Weiterbildungen in Richtung digitaler Arbeitswelt zu fördern. Gefördert werden Arbeitnehmer im privaten und vor allem Arbeitnehmer im öffentlichen Bereich, die ein Handwerk ausüben.

Zielgruppen:

  • Beschäftigte, deren Berufe keine Zukunftsperspektive haben (z.B. Buchbinder) bekommen eine Chance, beispielsweise auf Juniorprogrammierer umgeschult zu werden.
  • Beschäftigte, die eine zusätzliche Qualifikation brauchen, um im Beruf bestehen zu können. Hierzu zählen Berufe, bei denen die IT-Kompetenz immer wichtiger wird (z.B. Tischler).
  • Beschäftigte, die bereits ein Basiswissen in EDV und IT haben, werden aufgeschult und zusätzlich qualifiziert, um bestehen zu können.

Mehr Chancen für ländlichen Bereich

Die Höhe der Förderung beträgt maximal 2500 Euro pro Beschäftigtem. „Wir sind überzeugt, dass Weiterqualifizierung der Schlüssel ist, um in Beschäftigung zu bleiben und nicht arbeitslos zu werden“, begründet Mikl-Leitner. Die digitale Welt würde für Arbeitnehmer mehr Flexibilität bedeuten, sie weniger zeitlich binden und vor allem für den ländlichen Bereich mehr Chancen bieten, letzteres besonders in Bezug auf Home Office (Arbeiten von zuhause aus).


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