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ST. PÖLTEN. Im Mai feiert das St. Pöltner Getränke-Startup „Bärnstein“ seinen zweiten Geburtstag. Nachdem sich das kleine Team um das Gründer-Duo Martin Paul und Lukas Renz längst im niederösterreichischen Zentralraum und darüber hinaus einen Namen gemacht hat, will man das Verkaufsgebiet nun weiter auf andere Bundesländer ausweiten und ab Sommer eine neue Geschmacksvariante herausbringen.

Martin Paul (l.) und Lukas Renz wollen zukünftig in ganz Österreich durchstarten. Foto: Lukas Renz
  1 / 2   Martin Paul (l.) und Lukas Renz wollen zukünftig in ganz Österreich durchstarten. Foto: Lukas Renz

Paul und Renz besuchten bis 2014 gemeinsam die Tourismusschule St. Pölten. „Der Luki war während der Schulzeit auf Praktikum im Königreich Bahrain, wo er den Grünen Kaffee kennengelernt hat“, erzählt Paul, der nach der Matura das Lokal „Vagötz“God“ in St. Georgen am Steinfelde führte, in dem er selbstgemachte Eistees anbot. Den beiden damals 20-Jährigen kam die Idee, den Grünen Kaffee – also nicht geröstete Kaffeebohnen – anstatt von Tee zu verwenden und so ein neuartiges Getränk zu kreieren.

Fernes Abenteuer mit heimischen Produkten

„Wir wollten Kaffee von der anderen Seite beleuchten: ein Kaffee, der nach Tee schmeckt, aber die Eigenschaften von Kaffee hat“, erzählt Renz. Die weiteren Zutaten von Bärnstein sind Traisentaler Holunderblüten, Pielachtaler Dirndln und Kamptaler Verjus. „Wir verbinden also das ferne Abenteuer mit heimischen Produkten“, so der Wilhelmsburger. Über die Zutaten der neuen Geschmacksvariante will der 22-Jährige noch nichts Näheres verraten, natürlich wird aber der Grüne Kaffee wieder eine wichtige Rolle spielen.

Gastronomie statt Einzelhandel

Vertrieben wird Bärnstein über Gastronomen, Kaffeehäuser, Bars und Feinkostgeschäfte, zusätzlich auch über Online-Partner wie myProduct oder byGood. Den Weg über den Einzelhandel, den viele andere Getränkehersteller gehen, spart das Startup bewusst aus. „Wenn man Bärnstein beispielsweise im 2Stein in Krems oder im Café Wellenstein trinkt, hat das einen ganz anderen Charme, als ob man durch einen Supermarkt geht“, ist Renz überzeugt. Bärnstein werde von den Gästen vor allem pur getrunken, immer mehr Gastronomen schätzten es auch für Cocktail- oder Longdrink-Mischungen.

Vertrieb wird auf ganz Österreich ausgeweitet

Das Verkaufsgebiet erstreckt sich über Niederösterreich, Wien und Oberösterreich. „Wir versuchen nun, unseren Vertrieb auf ganz Österreich auszuweiten und danach in andere Märkte zu expandieren“, verrät Vertriebsleiter Martin Paul. Als Absolventen der Tourismusschule St. Pölten kooperieren Paul und Renz sehr stark mit ihrer ehemaligen Schule. „Fachvorstand Johann Habegger versucht uns einzubauen wo es geht. Das ist schön, weil wir jungen Leuten zeigen können, wie es nach der Matura weitergeht“, so Paul.

Wichtige Kooperationen

Den Bärnstein-Einfluss sieht man unter anderem am Beispiel des 18-jährigen Schülers Julian Mayerhofer, der beim internationalen Bar-Wettbewerb „Monin-Schülercup“ in Paris den zweiten Platz belegte und dessen Cocktail „A Colourful Life“ Bärnstein enthielt. Weitere Kooperationen gibt es mit den Wiener Kesselbrüdern (Bärnbrüder), den Produzenten des „Wien Gin“, und dem St. Pöltner Filmproduktions-Startup „Two Frame Media“.


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