"Weißbuch Bildung" gibt die Stoßrichtung des Bildungsstandorts St. Pölten vor
ST. PÖLTEN. Im Technologie- und Designzentrum des WIFI St. Pölten wurde heute das „Weißbuch Bildung“ vorgestellt. Dieses bildet den Auftakt für eine strategische Offensive zur weiteren Entwicklung des Bildungsstandorts St. Pölten.

„St. Pölten ist 'die' Bildungsstätte in Niederösterreich. Lange Zeit sind wir unter Wert geschlagen worden, daher wollen wir uns in Zukunft noch besser positionieren in unserem Bundesland“, sagte Bürgermeister Matthias Stadler. Stadler betonte auch, dass es in der Landeshauptstadt alle Bildungsangebote und alle Schulformen der mittleren und höheren Schulen gebe, die das österreichische Bildungswesen vorgibt.
Ruf als Bildungshauptstadt verdient
312 Millionen Euro an Investitionen wurden von öffentlicher und privater Seite von 2011 – 2021 am Bildungsstandort St. Pölten veranschlagt. Über 14.400 Schüler und Studenten gibt es in der Stadt (Daten aus dem Jahr 2016). Annähernd 60.000 Bildungsplätze stehen zur Verfügung. Schon damit habe man sich laut Stadler den Ruf als Niederösterreichs Bildungshauptstadt verdient.
Fragebögen an alle Bildungsinstitutionen
Das 75 Seiten umfassende Weißbuch wurde von dem seit Jänner 2017 eingesetzten Bildungsbeauftragten der Stadt St. Pölten, Josef Kolarz-Lakenbacher, erarbeitet. 100 Interviews wurden zur Erstellung des Weißbuches geführt. Für diese wurden Fragebögen an alle Bildungsinstitutionen in St. Pölten ausgeschickt. „Letztlich geht es auch um die effiziente Verwendung unserer Mittel für die Bildung. Wir wollen zeigen, wo es noch weiße Flecken gibt – und welche Investitionen künftig zum klaren Profil des Bildungsstandorts beitragen“, sagte Kolarz-Lakenbacher.
Leitkompetenzen Bahntechnologie und Gesundheit & Soziales
Inhaltlich will sich die Stadt künftig über klare Schwerpunkte positionieren. Der bereits fixierte ÖBB-Ausbildungscampus, das FH-Department Bahntechnologie & Mobilität und innovative Fachbetriebe vor Ort bilden gemeinsam die Voraussetzung für ein Know-how-Zentrum „Bahntechnologie“ von internationalem Rang. Eine weitere Leitkompetenz der „fittest city“ macht das Weißbuch im Bereich Gesundheit und Soziales fest. Die Assets reichen von berufsbildenden Schulen mit einschlägigen Schwerpunkten über Ausbildungszentren für Pflegebetreuung und die neue Bertha von Suttner Privatuniversität mit einem Schwerpunkt im Bereich der Psychotherapie bis zum „Ausbildungs- und Forschungs-Ökosystem“ rund um die FH mit ihren Studien- und Lehrgängen sowie Forschungsaktivitäten in den Bereichen Gesundheit und Soziales und das Uni-Klinikum.
Erstellung eines „Masterplan Bildung“
Bis zum Frühjahr laufen die Bemühungen um die Bildung einer „Taskforce Bildung“. Diese wird bis Ende 2018 den „Masterplan Bildung“ für St. Pölten erarbeiten. Er wird die strategischen Zielsetzungen auf der Grundlage des Weißbuchs schärfen, Schlüsselprojekte und flankierende Maßnahmen, sowie Prioritäten und zeitliche Umsetzungshorizonte verankern.


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