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ST. PÖLTEN. FP-Landesrat Gottfried Waldhäusl war in letzter Zeit aufgrund seiner Forderung nach Vollversorgungsquartieren für Menschen mit negativem Asylbescheid und einer harten Wortwahl für die Überlassenschaften seiner Vorgänger aus dem sozialdemokratischen Lager, die er als „Saustall“ und „Altlasten“ bezeichnete, aufgefallen. Bei einer heutigen Pressekonferenz im Landhaus, auf der Waldhäusl seine Initative „Integrationsförderung mit Hausverstand“ vorstellte, schlug der 52-Jährige schon weit gemäßigtere Töne an.

Gottfried Waldhäusl aus Waidhofen/Thaya ist Landesrat für Tierschutz, Gemeindeärzte, Asyl und Mindestsicherung. Foto: Thomas Lettner

Um das Erlernen der deutschen Sprache bei Erwachsenen mit positivem Asylbescheid zu fördern, gab Waldhäusl bekannt, dass er zwei Organisationen finanziell unterstützen wird. Die Mentor GmbH & Co OG ist eine bundesweit tätige Anbieterin hochwertiger Bildungs- und Beratungsdienstleistungen und führt im Most- und Industrieviertel Deutschkurse für erwachsene Zuwanderer auf den Niveaustufen A0, A1 und A2 durch. Damit das Unternehmen auch weiterhin seine Kurse entsprechend anbieten kann, fördert es Waldhäusl mit rund 130.000 Euro.

Hilfe für Helfende

Mit 60.000 Euro wird das Projekt „Hilfe für Helfende - Blickpunkt Deutsch“ unterstützt, das seinen Fokus auf die Unterstützung der ehrenamtlich im Integrationsbereich engagierten Menschen in Niederösterreich setzt. Das Projekt richtet sich an Vereine und Gruppen, die sich im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagements der Integration von neu hinzugezogenen Personen in ihrer Gemeinde widmen.

Lücke bei Betreuung

Bezüglich des mordverdächtigen 25-jährigen Asylwerbers aus Nigeria, der in einer Asylunterkunft in Maria Enzersdorf einen anderen Asylwerber umgebracht haben soll, obwohl gegen ihn zuvor ein Betretungsverbot der Unterkunft ausgesprochen worden war, sagte Waldhäusl, dass geklärt werden müsse, wer sich um ein Betretungsverbot zu kümmern habe. Es könne nicht sein, dass Menschen mit Selbst- und Fremdgefährdungspotenzial ohne weitere Betreuung der Öffentlichkeit überlassen werden. Der Polizei komme keine Schuld zu, denn sie sei schließlich nicht verantwortlich, diese Lücke zu schließen.


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