NÖ Bibliotheken hatten 2017 erstmals über 100.000 Leser
ST. PÖLTEN. Den 20. Jahrestag der deutschen Erstveröffentlichung von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ nahmen sich der für die Bibliotheken zuständige Landesrat Ludwig Schleritzko und Bundesrat Karl Bader zum Anlass, um in der NÖ Landesbibliothek über die Bedeutung des Lesens zu referieren und über das Bibliothekenjahr 2017 Bilanz zu ziehen.

„Bücher prägen und bringen uns anderen Welten näher. Lesen macht auch Freude und ist wichtig für die Schule, das Privatleben und den Beruf. Daher darf in Zeiten der Digitalisierung nicht auf Leseförderung und auf den Griff zum Buch vergessen werden“, sagte Schleritzko. Da die Lese- und Sprachförderung eine der zentralen Aufgaben der öffentlichen Bibliotheken sei, habe man die öffentlichen Bibliotheken in Niederösterreich im Jahr 2017 mit etwa 280.000 Euro gefördert.
Plus 12,4 Prozent mehr Besucher
Für das Jahr 2017 können neue Rekordzahlen verbucht werden. Schleritzko zeigte sich begeistert: „In den insgesamt 254 Bibliotheken in Niederösterreich haben Leser die Chance, mehr als 1,6 Millionen verschiedener Bücher zu entlehnen. Im Jahr 2017 nahmen diese Chance erstmals über 100.000 Leser wahr. Sie besuchten die Bibliotheken im Schnitt 14 Mal – wir sprechen also von mehr als 1,4 Millionen Besuchern in den niederösterreichischen Bibliotheken. Das bedeutet ein Besucher-Plus von 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“
Lesewettbewerbe
Weil man sich damit aber nicht zufrieden geben will, werden Jahr für Jahr verschiedene Schwerpunkte gesetzt, um zum einen noch mehr Niederösterreicher zum Lesen zu motivieren und zum anderen die Bibliotheken selbst zu attraktivieren. Große Themen sind Lesewettbewerbe für Kinder und Jugendliche, der Lesemeister der Servicestelle Treffpunkt Bibliothek oder der Bibliotheken-Award.
Dank an ehrenamtliche Bibliothekare
„Bibliotheken sind heutzutage mehr als nur Buchverleih – Bibliotheken sind Orte der Kulturvermittlung und sichern demokratische Grundrechte – sie sind Orte der Begegnung und Kommunikation“, sagt Bundesrat Karl Bader. Niederösterreichweit gebe es 254 öffentliche Bibliotheken, die von rund 1.600 ehrenamtlichen Bibliothekaren betreut werden. Zusätzlich gebe es in Niederösterreich rund 250 hauptamtliche Bibliothekare. Ihnen gebühre besonderer Dank, denn durch das freiwillige Engagement in den öffentlichen Bibliotheken in Niederösterreich förderten sie die soziale Gerechtigkeit als Voraussetzung für eine Zukunftsbeständigkeit des Landes.


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