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WIEN/NÖ. Bildungsminister Heinz Faßmann schickte heute eine Novelle zum Studentenheimgesetz in Begutachtung. Dieses soll mehr Sicherheit und Flexibilität für Studenten bringen.

Die Gesetzesnovelle soll Studenten zukünftig unter anderem vor überhöhten Kautionen an Studentenheimen schützen. Symbolfoto: Wodicka

Das geltende Studentenheimgesetz (StudHG) stammt aus dem Jahr 1986 und wurde zuletzt 1999 novelliert. Studentenheimträger und ÖH (Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft) fordern daher schon lange eine Überarbeitung.

Vermehrt private Anbieter

Derzeit existieren österreichweit 294 Studentenheime mit über 42.000 Heimplätzen. Da 1986 fast ausschließlich gemeinnützige Studentenheime betrieben wurden, ist das Gesetz nur auf solche Heime ausgelegt. Seit 2011 streben jedoch vermehrt private Investoren auf den Studentenheimmarkt. Diese Entwicklung macht eine Erneuerung des Gesetzes dringend notwendig.

Schutz vor überhöhten Kautionen

Die Novelle sieht einen Mindestschutz für Studenten in allen Studentenheimen vor, unabhängig davon ob diese gemeinnützig oder privat geführt sind. Dazu fallen künftig auch Studenten an Privatuniversitäten und alle außerordentlichen Studenten unter den Schutz des StudHG. Die Novelle sorgt darüber hinaus für mehr Flexibilität bei den Verträgen. Unterjähriger Ein- und Ausstieg ist möglich. Die Dauer der Verträge ist somit den Mobilitätsbedürfnissen der Studenten entsprechend flexibel gestaltbar. Auch sollen Studenten zukünftig vor überhöhten Kautionen geschützt werden. Das Maximum wurde hier auf zwei Monatsmieten festgelegt.

Tendenz bei Unterbringungen steigend

Die Neuerungen hält Landtagsabgeordneter Bernhard Heinreichsberger, der Landesobmann der Jungen Volkspartei Niederösterreich für wichtig: „Wir haben alleine in Niederösterreich 13 tertiäre Bildungseinrichtungen mit über 21.500 Studierenden. In unseren sieben Studentenwohnheimen sind 1.173 Studenten untergebracht – Tendenz steigend. Darum freut es mich, dass unser Bildungsminister mit dieser Gesetzesnovelle Rahmenbedingungen schafft, die auf die Lebenswelt der Studenten angepasst sind und ihnen Sicherheit und Flexibilität bringen.“


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