In St. Thomas gibt’s die Bratwürstel bereits am Samstag
ST. THOMAS. Vor mehr als 30 Jahren, im Jahr 1985, hatten die damalige Obfrau der Goldhaubengruppe Marianne Watzenböck und ihr Team die Idee ein Adventsingen mit einer Adventkranzweihe zu veranstalten. Im Anschluss gab es Punsch, Bratwürstel und selbstgebackene Kekse. Damals musste man sich mit einfachen Mitteln abhelfen und das Kraut auf einem kleinen Eisenofen warm halten, den Punsch zu Hause kochen und versuchen ihn noch heiß an die Gäste zu bringen. Die Bratwürstel wurden damals, wie heute, auf einem Holzkohlengrill zubereitet. In den vergangenen Jahren haben sich die Goldhauben bemüht, diese Tradition zu bewahren und auszubauen.

“Wir wollten nach der Adventkranzweihe mit den Besuchern ein paar gemütliche Stunden verbringen und fingen an Bratwürstel zu grillen. Somit ist aus dem traditionellen Bratwürstelsonntag in St. Thomas der Bratwürstelsamstag geworden. Unser Wunsch ist es, dass es noch lange so bleibt“, sagt Goldhaubenobfrau Rosemarie Lehner. Musikalisch wird der heurige Bratwürstelsamstag vom Kinderchor „Prima“ und einer Bläsergruppe gestaltet. Im Anschluss gibt es - natürlich - Bratwürstel und Punsch sowie andere Köstlichkeiten. Traditionell ist es ja eigentlich der erste Adventsonntag, der sich im oberösterreichischen Brauchtum als „Bratwürstelsonntag“ verfestigt hat. Nur in St. Thomas kommen die Würstel schon einen Tag früher auf den Tisch. Die genaue Herkunft des Bratwürstelsonntags ist nicht bekannt. Eine mögliche Erklärung lässt sich im oberösterreichischen Brauchtumskalender finden: Früher konnten nicht alle Tiere im Winter durchgefüttert werden und deshalb wurden viele zuvor geschlachtet. Das Fleisch verarbeitete man unter anderem zu Würsten. Diese Würste verzehrte man noch vor der adventlichen Fastenzeit.
WANN & WO
Samstag, 26. November
Pfarrkirche St. Thomas
Adventkranzweihe um 18.30 Uhr


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