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ST. VALENTIN. Offenbar ist man immer noch der Meinung, ein Hühnermastbetrieb sei das Richtige für die Zukunft von St. Valentin, sagt Franz Knöbl, Initiator der Bürgerinitiative (BI) „wollen-wir-nicht“, im Gespräch mit den Grünen St. Valentin.

Franz Knöbl, Lauren Pointner, Madeleine Petrovic, GR Monika Oberradter, Hubert Niedermayr und Karl Schwaiger bei der Pressekonferenz im April

Mehr als 90 Prozent des heute so beliebten und billigen Fleisches, so Knöbl weiter, stamme aus der Intensivtierhaltung. In der agrarindustriellen Haltung würden die Tiere als Produktionsmittel gesehen werden, so wie beispielsweise Ersatzteile. Gesunde Menschen mit gesunder Ernährung würden der Wirtschaft kaum Gewinn bringen. Der übertriebene Fleischkonsum könne laut ärztlichen Aussagen zu Herzerkrankungen, Entzündungen von Blutgefäßen, Allergien und Diabetes führen.

Ein Märchen

„Täglich Fleisch und tierisches Eiweiß machen stark und gesund“ – das ist ein Märchen, so Knöbl. „Der massive Fleischkonsum führt zum Klimawandel, Artensterben, Schädigung von Böden, Grundwasser und der Luft. Getreide und Hülsenfrüchte wachsen nicht mehr für die Menschen, sondern werden zu Futtermittel verarbeitet – während weltweit Menschen hungern. Die Hoffnung besteht, dass immer mehr Menschen sich der Probleme und der Dringlichkeit bewusst werden und Veränderung dringend nötig ist“, so das Sprachrohr der Bürgerinitiative abschließend.

Keine Informationen

Und auch die Gemeinderätin und Fraktionsobfrau der Grünen St. Valentin, Monika Oberradter, legt in einer Presseaussendung nach: „Mal angenommen die geplante Hühnermastanlage wird doch nicht an dem vorgesehenen Standort im Siedlungsgebiet errichtet – kein übermäßiger Gestank und keine befürchteten gesundheitlichen Belastungen für die Anrainer und die Valentiner Bevölkerung? Das ist eine theoretische Frage, denn Informationen dazu gibt es weder für die politischen Mitbewerber noch für die Vertreter der Bürgerinitiative in St. Valentin. Franz Knöbl, der Vorsitzende der BI „wollen-wir-nicht“, weiß das aus eigener leidvoller Erfahrung. Viele Versprechungen, aber die Realität ist dann das große Schweigen.“ Dennoch wird die BI ihre Arbeit in jedem Fall fortsetzen, um ein größeres Bewusstsein in Sachen Massentierhaltung zu schaffen.


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