NMS Schubertviertel St. Valentin mit neuen Wegen in der Bildung
ST. VALENTIN. Mit einer Mehrstufenklasse will die NMS Schubertviertel neue pädagogische Wege beschreiten. Mehrere Schulstufen in einer Klasse sollen Schüler individuell und eigenverantwortlich in deren jeweiligem Tempo lernen lassen.

Dabei soll kein Kind überfordert oder gebremst werden, gleichzeitig aber durch die Altersunterschiedlichkeit in der Klasse ein großes soziales Lernfeld entstehen. Während die Neue Mittelschule Schubertviertel erst am Beginn der neuen Unterrichtsform steht, gibt es diese Art des Unterrichts bereits seit vielen Jahren in der Schule am See in Hard in Vorarlberg.
Von Erfahrung profitieren
Nach aufschlussreichen Gesprächen und einem Besuch an der Schule zeigte sich eine enge Übereinstimmung in der pädagogischen Grundhaltung der Lehrer beider Schulen. In Hard werde schon seit vielen Jahren mit gemischten Klassen unterschiedlicher Jahrgänge erfolgreich gearbeitet. Durch eine Kooperation der Schulen in Form eines regelmäßigen Austausches soll die NMS Schubertviertel von den Erfahrungen der Schule am See profitieren.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden
14.01.2019 18:21
Bildung als Potenzialentfaltung
Ich bin sehr froh als Pädagogin, neue Wege an der NMS Schubertviertel mitgehen zu können. Über- bzw. Unterforderung passiert immer nur dort, wo alle Beteiligten dasselbe Angebot bekommen und zur selben Zeit dasselbe Üben bzw. Lernen müssen. Dies wird an der NMS Schubertviertel in einer Mehrstufenklasse sicher nicht der Fall sein! Auch durch meine Erfahrung als langjährige Trainerin im Allgemeinen Turnverein St. Valentin weiß ich, dass auch speziell im Sport, wo Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters gemeinsam trainieren, große Erfolge erzielt werden. Oder betrachten wir einmal die Berufswelt (Schule = Lernen fürs Leben). Wo finden Sie einen Arbeitsplatz, an dem nur Gleichaltrige beschäftigt sind? Ich möchte alle an dieser Stelle sehr gerne im nächsten Schuljahr an einem beliebigen Tag einladen in die NMS Schubertviertel zu kommen, um einen Einblick in den sehr wohl auf einem Konzept aufgebauten Unterricht in der Mehrstufenklasse zu erhalten.
14.01.2019 13:41
Neue Wege in der Bildung!
Die Idee einer Mehrstufenklasse find ich sehr inovativ. Nicht umsonst gibt es in den Ländern mit höheren Bildungsniveau eine gemeinsame Schule über mehrere Schulstufen. Forschungen und Studien von Gehirnforschern zeigen, dass das Lernen nur individuell und eigenständig erfolgen kann. Das heißt, jedes Kind muss einzeln auf seinen (Lern)Weg begleitet werden. Während in sogenannten homogenen Klassen ein ständiger Vergleich und ein ständiges Messen mit Mitschülerinnen und Mitschülern stattfindet, gibt es in heterogenen Gruppen schon alleine durch die Altersunterschiedlichkeiten mehr Möglichkeiten sich individuell zu entwickeln. Schön dass es in St. Valentin eine Möglichkeit gibt, Schule anders zu erleben.
13.01.2019 15:53
Wenn ich einen Skitag verbringen und Anfänger mit Rennläufern in eine Gruppe gebe, werden beide wohl kaum Spaß daran haben. Die einen sind über-, die andern unterfordert. Es gibt einen Grund warum es im Sport homogene Gruppen gibt. Auch in der Sporthauptschule Schubertviertel gibt es eine Aufnahmeprüfung für die Sportler, wo die besten herausselektiert werden. Es darf leider nicht jeder in die Sportklasse gehen (außer es gibt zu wenig Anmeldungen) Wenn es aber ums Leben lernen geht, wirft man alle in einen Topf. Warum ist die Regierung wieder dabei, so etwas ähnliches wie Leistungsgruppen zu schaffen. Die NMS Schubertviertel geht natürlich wieder einen anderen Weg. Anhand der Schülerzahlen wird man ja wissen, ob der Weg der richtige ist.