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ST. VALENTIN/ WIEN. Juliane Auer und Rainer Jelinek vom Roten Kreuz St. Valentin wurden im Dezember von Ex-Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein in der ORF-Sendung „Lebensretter 2019: Österreichs Heldinnen und Helden“ ausgezeichnet.

Rainer Jelinek und Juliane Auer, Rettungssanitäter des Roten Kreuzes St. Valentin, im Gespräch mit ORF-Moderatorin Barbara Stöckl. Foto: ORF/Roman Zach-Kiesling

In der Sendung wurde pro Bundesland ein besonderer Einsatz sowie eine Teamleistung zu den Unwettern in West- und Südostösterreich geehrt. Im Juli 2019 wurde das Rote Kreuz St. Valentin zu einer bevorstehenden Geburt nach St. Pantaleon alarmiert. „Wir wussten, dass es sich bis ins Krankenhaus nicht ausgeht“, erinnert sich Rainer Jelinek. Schon während der Anfahrt kam von der Leitstelle der Anruf, dass das Kind bereits auf der Welt ist.

Improvisierter Inkubator

Was die beiden Rettungssanitäter bei der Ankunft erwartete, lernt man nicht in der Ausbildung. Das Neugeborene – ein kleiner Bub – kam schon in der 27. Schwangerschaftswoche auf die Welt, also fast drei Monate zu früh. Um die Wärme- und Sauerstoffversorgung des Babys aufrechtzuerhalten, bastelten die beiden unter Anleitung der aus Perg gekommenen Notärztin aus einem Föhn und einer Rettungsdecke einen improvisierten Inkubator. So wurde die Zeit bis zur Ankunft des Notarzthubschraubers überbrückt, der das Frühchen in die Kinderklinik nach Linz flog.

Besuch der Dienststelle

„Ich bin schon 18 Jahre lang im Rettungsdienst, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Normalerweise bringen wir werdende Mütter mit Wehen ins Krankenhaus“, sagt Jelinek. Der Kontakt zu den Eltern, die die Sanitäter über den Zustand ihres Kindes informierten, blieb aufrecht. Rund um den eigentlichen Geburtstermin besuchten sie mit dem kleinen Sohn die Dienststelle. „Im Nachhinein gesehen war es eine schöne Erfahrung. Wünschen tut man sich so einen Einsatz aber nicht“, so Jelinek.


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