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Leserartikel Florian Mayr, 25.05.2016 20:22

  Birdrace im Raaderwald am 14.5.2016 in St. Valentin  

  1 / 3   20 wetterfeste Teilnehmer fanden sich im Raaderwald ein und folgten dem Biologen Harald Pfleger (Bildmitte mit Spektiv)

Wie Tips angekündigt hat, nahm die Gruppe „Freunde des Raader Waldes“ am 14. Mai 2016 am österreichweiten Birdrace teil. Trotz Regenwetters fanden sich 20 Teilnehmer ein und war diese Gruppe,  geführt vom Ennser Biologen Harald Pfleger, laut Ergebnisliste das zahlenmäßig mit Abstand größte und bunteste Team (die meisten Teams bestanden aus zwei oder drei Teilnehmern, die nächstgrößten aus sieben „Birdern“).

In zweieinhalb Stunden wurde in etwa die Hälfte des für einen Wirtschaftspark vorgesehenen Waldstückes durchwandert. Bei dem Regenwetter ließen sich nur wenige Vögel blicken, doch Harald Pfleger konnte jedes Zwitschern und Tirilieren aus dem Wald einer Vogelart zuordnen und Interessantes dazu erzählen. Mit seinem Spektiv fing er auch einige Piepmätze in weiter Entfernung optisch ein und zeigte diese den Teilnehmern.

Insgesamt wurden in dieser verhältnismäßig kurzen Zeit (die „Profibirder“ konnten sich in einem Rahmen von 24 Stunden der Vogelschau widmen) immerhin 26 Arten gezählt. Am häufigsten konnte die Goldammer im Regen singend beobachtet werden, aber auch der geschützte Schwarzspecht flog über die Köpfe und Schirme der Teilnehmer hinweg, ein Kuckuck war mehrfach zu hören und der eine oder andere winzige Zaunkönig schmetterte seine lautstarken Arien. Mit dem Spektiv wurde auch der seltene auf Durchzug befindliche Flussuferläufer gesichtet.

Nachdem Petrus die Schleusen geöffnet hielt, durften sich die Teilnehmer bei den gastfreundlichen Petrijüngern in der benachbarten Fischerhütte aufwärmen. Man erfuhr bei der Vogelschau also nicht nur viel Ornithologisches, sondern auch über die geschuppten Freunde. Man bekam vor allem einen Eindruck, welch riesiges und abgelegenes Stück Natur und Wald hier akut gefährdet ist. Außerdem hörte man auch wahre Erzählungen, dass noch vor etwas mehr als 200 Jahren ein geschlossener Wald von Pyburg bis über Herzograd nach Altenrath reichte (die jetzigen Wälder sind davon nur noch Überbleibsel und daher umso wichtiger) und dass früher die Raader über einen alten Weg durch den Wald nach Enns in die Kirche pilgerten (war näher als St. Valentin). Davon zeugt auch noch der Name „Raaderstraße“ in Ennsdorf.


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