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ST. VALENTIN. Das Thema Stadtentwicklung wird in St. Valentin seit rund zwei Jahren sehr intensiv und mit Energie seitens des zuständigen politischen Verantwortlichen Stadtrat Patrick Hagmüller und Stadtmarketing Chefin Doris Haider vorangetrieben.

Ein weiterer Schritt in Richtung konstruktive und nachhaltige Stadtentwicklung wird zur Zeit mit einem kooperativen Planungsprozess für den Franz-Forster-Platz und dessen Umgebung gesetzt. Das erste öffentliche Innenstadtforum fand am 24. März mit allen beteiligten Architekten, Landschaftsplanern, Fachkonsulenten aus Verkehr und Raumplanung und Verantwortlichen der Stadt St. Valentin statt. Mit an Bord sind Raumposition, DnD Landschaftsplanung und das Team Bogenfeld. Die Bevölkerung wird im Laufe des Prozesses mehrmals mit den Entscheidungsträgern und den Planern zusammentreffen und konstruktiv die Stadtentwicklung mitgestalten. Bereits beim ersten öffentlichen Treffen waren viele Interessierte anwesend und haben sich aktiv in den wichtigen Prozess eingebracht.

Unterschiedliche Bausteine

Der kooperative Prozess behandelt die Innenstadt von St. Valentin, die durch ganz unterschiedliche Bausteine geprägt ist. Vierkanter und gewachsene Dorfstrukturen treffen auf gründerzeitliche Gebäude und Genossenschaftswohnbau aus jüngerer Vergangenheit. Diese häufigen Sprünge in Struktur und Maßstab werden im Stadtkonzept St. Valentin auch als „Dorf-Stadt“ bezeichnet. Genau das verleiht dem Stadtteil seinen besonderenCharakter und seine Qualität. St. Valentin gelingt es, die Vorzüge von Stadt mit Eigenschaften des Dorfes zu verbinden. Diese Qualität bringt auch ein entsprechendes Entwicklungspotenzial mit sich.

Zahlreiche Flächen

Es entsteht im Kernbereich die Chance, anhand von Wachstum die vorhandenen Strukturen qualitätsvoll so weiterzuentwickeln, damit ein lebendiger und vielfältiger Stadtteil entsteht, der neben Wohnraum auch attraktive öffentliche Räume und weitere Nutzungen anbietet, die zu einer Belebung des Kernbereichs beitragen und gleichzeitig die Verbindung zwischen den Stadtteilen von St. Valentin stärkt. Im Innenstadtbereich finden sich zahlreiche Flächen für ein umfangreiches Stadtentwicklungsprojekt.

Unterschiedliche Standorte

Gemeinsam wurden Anforderungen für Flächen, die Teil des Stadtentwicklungsprojektes sind formuliert. Sie reichen von klassischen Siedlungserweiterungsgebieten, über nicht mehr genutzte Bestandsgebäude bis hin zu zentral gelegenen Transformationsflächen. So unterschiedlich diese Aufgabenbereiche sind, so unterschiedlich sind die Standorte in ihrer Dimension und auch in ihrer zeitlichen Verfügbarkeit. Um so mehr muss es die Aufgabesein, für die Innenstadt von St. Valentin ein ganzheitliches und umfassendes Entwicklungskonzept zu entwickeln – eine Perspektive für das „Große Ganze“ – dem die einzelnen städtebaulichen Teilprojekte eingesetzt werden können, auch zeitlich voneinander unabhängig.

Abschluss im Herbst

Der kooperative Prozess wird im Herbst 2018 abgeschlossen sein. Im Ergebnis des kooperativen Planungsprozesses stehen ein städtebauliches und landschaftsplanerisches Strukturkonzept, Bebauungsstudien, die als Grundlage für die nachfolgende Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung dienen sowie ein Vorentwurf für die Neugestaltung des Franz-Forster-Platzes.


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