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ST. WILLIBALD. Tobias Reindl, Absolvent des Studiengangs Supply Chain Management (SCM) der FH OÖ Fakultät in Steyr, erhielt für seine ausgezeichnete Leistung im Studium und herausragende Abschlussarbeit den Chimney Award. Damit ist er einer von nur sechs Studierenden, die jedes Jahr mit dem „Best-Student-Award“ ausgezeichnet werden.

Tobias Reindl (l.) mit Studiengangsleiter Franz Staberhofer. (Foto: FH OÖ – © Peter Kainrath)
Tobias Reindl (l.) mit Studiengangsleiter Franz Staberhofer. (Foto: FH OÖ – © Peter Kainrath)

Der Chimney Award ist die bedeutendste Auszeichnung der FH OÖ Fakultät für Management. Seit 1999 wird der Preis jährlich an herausragende Absolvent vergeben. Der 24-jährige Tobias Reindl aus St. Willibald, durfte sich als einer von sechs Preisträgern über den begehrten Preis als Anerkennung für einen ausgezeichneten Studienerfolg und eine herausragende Abschlussarbeit im Masterstudium SCM freuen.

Wie entscheiden Bekleidungsproduzenten über ihre Beschaffungsmärkte?

Dieser Frage ging Tobias Reindl im Zuge seiner Abschlussarbeit nach. Tobias Reindl entstammt einem Familienunternehmen, der Reindl GmbH, einem traditionellen Bekleidungsproduzenten in St. Willibald. Daher war es für ihn sehr naheliegend dies als Forschungsfrage aufzugreifen. Die Bekleidungsindustrie befindet sich heute erneut im Wandel. Wurde in den letzten Jahrzehnten die Produktion aus Kostengründen von Europa nach Fernostasien verlagert, so schwindet dieser Kostenvorteil zusehends. Daher versuchte Reindl herauszufinden, aus welchen Gründen Bekleidungsproduzenten ihre Beschaffungsmärkte wählen und wie dieser Prozess typischerweise abläuft. „All das habe ich mit der zugrundeliegenden Supply Chain Strategie, also ob ein Wertschöpfungsnetzwerk eher effizient oder responsiv gestaltet ist, in Verbindung gesetzt und versucht, Abhängigkeiten zu identifizieren“, so Reindl. Dabei fand er heraus, dass effiziente Wertschöpfungsnetzwerke ihre Beschaffungsmärkte primär auf Basis von Kostenkriterien wählen, wie das etwa bei C&A oder Primark der Fall ist. Responsive Wertschöpfungsnetzwerke hingegen versuchen ihre Beschaffungsmärkte mit Fokus auf Leistungskriterien, wie etwas hohe Flexibilität oder fortgeschrittenen Produktionstechnologien, auszuwählen, wie wir es bei Zara, der seine Produkte in der Nähe zum Absatzmarkt fertigen lässt, sehen.

Mit realen Fallstudien die Türen zu Unternehmen öffnen

Mit diesen Erkenntnissen bestens für die Bekleidungsindustrie vorbereitet, wird Reindl selbstverständlich ins Familienunternehmen einsteigen. Vorerst aber ist es ihm wichtig, auch Erfahrungen in anderen Branchen zu sammeln. So ist der Innviertler zurzeit bei SGL Composites, einem namhaften Hersteller von Carbon- und Glasfaser-Automobilteilen, beschäftigt und hier für die Supply Chain Planung zuständig. 


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