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Seit 50 Jahren trotzen die „wilden Hunde“ des Motorradclubs Stadl-Paura Wind und Wetter.

Der MRC Stadl-Paura feiert heuer sein 50-jähriges Bestehen.
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STADL-PAURA. Traumhafte Passstraßen bei herrlichem Wetter, aber auch Ausfahrten bei klirrender Kälte mit Schneefeldüberquerungen: Mit dem MRC Stadl-Paura feiert heuer ein Motorradclub sein 50-jährigese Bestehen, der zu den ältesten in Oberösterreich zählt. Seine Mitglieder schrecken vor keiner Witterung und keinem Untergrund zurück, haben in den vergangenen fünf Jahrzehnten etwa zehn Millionen Kilometer abgespult und haben entsprechend viel zu erzählen. „Bei uns wird selbst bei minus 20 Grad und mit Schneeketten gefahren. Denn auch das stärkt die Kameradschaft, und die steht an erster Stelle“, sagt Obmann und Gründungsmitglied Manfred Riedelbauer. Zur Gründungszeit des MRC habe das Motorradfahren noch als verpönt gegolten. Doch aus der puren Leidenschaft fürs motorisierte Zweirad heraus entstand mit dem MRC Stadl-Paura eine Gemeinschaft mit vielen gleichgesinnten Enthusiasten aus ganz Oberösterreich. Schon zu Beginn durchquerten die sechs Gründungsmitglieder ganz Europa mit ihren Puchs und BMWs.

„Wilde Hunde“

Bruno Rotzinger beispielsweise ist seit 30 Jahren mit Herz und Seele dabei. „Damals waren die Stadlinger einfach wilde Hunde, sie fuhren fast immer und bei jedem Wetter. Das wollte ich auch“, schwelgt der Laakirchner in Erinnerungen. Seither wurden alle Kontinente bereist, die Motorräder haben jeden Untergrund und jedes Wetter gesehen. So viel Tradition wie der Verein selbst hat auch die Vereinsmeisterschaft. Jedes Jahr wird dabei jener Biker geehrt, der die meisten Kilometer abgespult hat. Der Rekord liegt bei sage und schreibe 44.111 Kilometern. „Im Schnitt fährt jeder unserer Aktiven mehr als 10.000 Kilometer pro Jahr“, erwähnt Rotzinger, als wär“s ganz normal. Seit Bestand findet pro Monat mindestens eine geplante Ausfahrt statt. Die Teilnehmerzahl (von zwei bis etwa 25) variiert dabei genauso wie die Dauer (bis zu drei Tage), der Schlafplatz (ein Heustadl kann auch gemütlich sein) und der Proviant (ein Stück Brot und eine Dose Nuri (Sardinen) reichen aus). Bis zu 400 Kilometer werden dabei pro Tag abgespult. Manche der etwa 30 aktiven Mitglieder testeten aber auch bereits die Straßen von Thailand oder Südafrika auf ihre Zweirad-Tauglichkeit. Immerhin setzen sich die „wilden Hunde“ aus Stadl-Paura schon seit 50 Jahren keine Grenzen.


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