Schwere Vorwürfe gegen den Bürgermeister
STEINAKIRCHEN. Eine anonyme E-Mail, die an die Gemeinderäte und an die regionalen Medien gerichtet war, sorgt für Unmut in den politischen Ebenen.

In seinem Schreiben bekundet der Anonymus, der sich als kritischer und um das Wohl der Gemeinde besorgter Gemeindebürger bezeichnet, massive Angriffe gegen die Marktgemeinde und vor allem gegen VP-Bürgermeister Wolfgang Pöhacker.
Kritikpunkte
„Schon seit einiger Zeit beobachte ich die Vorgänge in der Marktgemeinde Steinakirchen mit Verwunderung. Offensichtlich wird mit unterschiedlichem Maß gemessen und die Geschwindigkeit der Entscheidungen reicht von einerseits 'abwarten, aussitzen und Tee trinken' bis hin zu 'schnell und für Außenstehende nicht nachvollziehbar'.“
Die Person kritisiert oft mit harten Worten die Affäre von Ex-Vizebürgermeister Fußthaler, wo er bedenklich findet, dass Wochen ohne Reaktion des Bürgermeister vergehen und, dass man durch Medien über den Rücktritt des Vizebürgermeisters informiert wird. Auch die Nachbesetzung des vakanten Vizebürgermeisterpostens ist ihm ein Dorn in Auge: „Hier ist nach der Entscheidung der Partei ein Raunen durch die Bevölkerung gegangen. Plötzlich ist es wichtig, dass schnelle und überhastete Entscheidungen getroffen werden. Aber jetzt ist wieder alles paletti. Eine Liste mit Fällen zum sorglosen Umgang mit Gemeinde- beziehungsweise öffentlichen Geldern und längst überfälligen Entscheidungen könnte um viele Punkte ergänzt werden (zum Beisipiel alter Kindergarten, altes Rathaus, Kreuzerhaus …). Es gibt immer wieder Ankündigungen und Worthülsen seitens des Herrn Bürgermeisters in den Gemeindeaussendungen, dann geschieht lange nichts und irgendwann hat der Leser es vergessen, es erledigt sich somit irgendwie von selbst.“
Auffallend dabei ist auch die Wortwahl nach jedem Kritikpunkt die mit „Alles wieder paletti“ hinterfragt wird. „Solche Schreiben sind nicht hilfreich“, so Bürgermeister Wolfgang Pöhacker, der ergänzt: „Ich finde es schade, dass der anonyme Absender nicht den Mut hat mir gegenüberzutreten und mir in einem Gespräch unter vier Augsen seine Sicht der Dinge zu schildern. Solche anonymen Schreiben sind für die Arbeit des Gemeinderates der Marktgemeinde und für meine Arbeit als Bürgermeister nicht sehr hilfreich und führen nur dazu, dass die Gerüchteküche noch mehr angeheizt wird. Das Arbeiten für unser Steinakirchen wird dadurch nicht leichter!“


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