Zehnköpfige Diebesbande ausgeforscht
STEYR/OÖ. Eine Einbrecherbande aus Bulgarien verursachte seit 2016 bei Firmen und Reifencontainern, u. a. auch in Steyr, einen Schaden von insgesamt 300.000 Euro. Sieben der zehn Beschuldigten befinden sich in Haft und wurden bereits verurteilt. Drei Verdächtige sind noch flüchtig.

Die Bande hatte sich auf Autohändler bzw. auf die gelagerten Reifen, Felgen und Kompletträder spezialisiert. Die behördlichen Ermittlungen begannen 2016 nach einem Einbruchsdiebstahl in das Reifenlager eines Autohauses in Steyr. Die Einbrecher wurden allerdings gestört und mussten die Räder zurücklassen. Es ergaben sich Hinweise auf bulgarische Täter.
Drei der Beschuldigten wurden aufgrund europäischer Haftbefehle in Bulgarien festgenommen, nach Österreich ausgeliefert und 2018 vom Landesgericht Steyr zu Freiheitsstrafen verurteilt. Zuletzt sprach heuer im Mai das Landesgericht Eisenstadt für weitere Täter Urteile zu Freiheitsstrafen bzw. Zusatzstrafen aus. Nach drei Verdächtigen wird noch gefahndet.
Die Beschuldigten sind zwischen 28 und 57 Jahre alt. Sie wurden zu zwischen sieben und 38 Monaten Gefängnis verurteilt. Ihre erbeuteten Räder brachten sie in allen Fällen unmittelbar nach der Tat nach Bulgarien und verkauften sie dort gewinnbringend. Die Männer zeigten sie sich großteils geständig.


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