Fabelhaftes Stegreif-Theater im Akku
STEYR. Die English Lovers füllten das Steyrer Akku Kulturzentrum bis auf den letzten Platz und hatten mit grenzgenialer Improvisationskunst die Lacher auf ihrer Seite.

Nennen Sie eine Jahreszahl und Sie werden ein Wunder erleben: Wenn Jim Libby und Jacob Banigan aus dem Ärmel schütteln, was ihnen die jahrzehntelange Erfahrung auf der improvisierenden Bühne für die buchstäblich einmalige Komödie in die Hand gegeben hat, bleibt kein Auge trocken.
Lobeshymnen auf die English Lovers kommen also keineswegs aus dem Nichts. Ganz anders, als das was das preisgekrönte Theaterprojekt (Weltmeister und vielfacher Österreich-Meister) jetzt wieder in Steyr grandios umsetzte: köstliche Unterhaltung aus dem Nichts.
Von Caesers Unverständnis für ein Graffito über die Begegnung zwischen einem Tenno und seinem vorlauten Poeten bis zur aberwitzigen Inszenierung des Moments als Queen Elisabeth bei einer Safari in Afrika von ihrer Besteigung des britischen Throns erfährt, hatte das Publikum reichlich über Ereignisse der Geschichte zu lachen. Über solche nämlich, die es dem Darsteller-Duo selbst zur spontanen Bearbeitung auftrug.
Große schauspielerische Show - genial einfach in ihren Mitteln, jedoch mit einer erstaunlichen Portion Kreativität umgesetzt. Bravo!


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