Literarische Matinée im Egererschloss
WEYER. Heinrich Heine geht am Sonntag, 13. November, um 11 Uhr auf Reisen und trifft Loreley, Belsazar, Lazarus und viele mehr.

Kein anderer großer Dichter hat es so schwer gehabt in Deutschland und Österreich wie Heinrich Heine. Von Anfang an stand seine Aufnahme bei der Kritik wie beim Publikum unter einem doppelten Missverständnis: Man verehrte, lobte und liebte ihn als Verfasser einer geistreich-witzigen Prosa und sentimental-romantischer Verse, ohne die Stacheln zu bemerken oder bemerken zu wollen, die unter all den Rosen verborgen waren.
Gleichzeitig beschimpfte und hasste man ihn für Texte, in denen er die vermeintlich höchsten Güter der bürgerlichen Gesellschaft, Gott, König, Vaterland, Eigentum, ironisch und kritisch infrage stellte. Man übersah die Verzweiflung, die ihn dabei antrieb.
Martha Jarolim und Friedrich Zavarsky stellen den Quergeist am 13. November im Egererschloss vor, die Musikschule Weyer streut klangliche Beiträge ein.


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