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STEYR. Im Stadtmuseum findet am Mittwoch, 6. November, um 10 Uhr ein Austausch darüber statt, wie der Stadtteil einst gerettet wurde.

„Geschichtefest“ im Jahr 1986 im Rahmen der "Grabe-wo-du-stehst"-Aktion: Die Aktion trug wesentlich zur Gründung des Museum Arbeitswelt bei. Das Fest fand während der Revitalisierung des ehemaligen Fabriksgebäudes direkt auf der Baustelle statt. (Foto: Sammlung Verein Museum Arbeitswelt)

Handwerkszentrum, Motor der Industrialisierung, Glasscherbenviertel, Kultur- und Bildungscampus: Der Steyrer Wehrgraben hat in seiner Entwicklung einen tiefgreifenden Strukturwandel erfahren. Eines hat er sich jedoch behalten: einen Grundton des Widerständigen. Dieser wurde nicht zuletzt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich, als Verbauungspläne publik wurden. Damals gründete der Künstler und Gymnasialprofessor Heribert Mader die erste Initiative zur Erhaltung des einst heruntergekommenen Stadtteils: den Verein „Rettet den Wehrgraben“.

Selber erzählen oder lauschen

Dieser sowie unzählige private Revitalisierungsinitiativen, der Verein Museum Arbeitswelt, aus dem das gleichnamige Museum entstand, das Fazat Steyr und der Kulturverein röda sind Motoren, die den Wehrgraben zu dem gemacht haben, was er heute ist. Beim Erzählcafé wird über den zivilen Protest, die Veränderungen des Stadtteils und seine Rettungsaktion gesprochen. Jeder kann vorbeikommen, erzählen oder einfach zuhören. Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Im Anschluss an das Erzählcafé im Shop des Stadtmuseums kann gemeinsam noch die Ausstellung „Aufsässiges Land“, die sich mit Protestbewegungen der letzten 170 Jahre beschäftigt, im Museum Arbeitswelt besucht werden. Der Eintritt ist ebenfalls frei.


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