Gestaltungsbeirat lehnt Hotel ab
STEYR. Dass Steyr ein weiteres Hotel im Vier-Sterne-Segment gut tun würde, darüber sind sich viele Experten einig. Die Umsetzung stellt sich allerdings als schwierig heraus.

Schon seit mehreren Jahren beschäftigt sich der Steyrer Architekt Hermann Proyer mit einem Hotelprojekt am Schiffmeisterplatz. Mehrmals hat er umgeplant, viel Geld und vor allem Zeit investiert. Die nicht einfache Suche nach einem Investor sowie einem Bauträger hat sein Architekturbüro erfolgreich abgeschlossen. „Die Familie Mangold sucht Bezirksstädte wie Steyr“, erklärt Proyer. Damit die Wirtschaftlichkeit gegeben ist, muss das Hotel eine gewisse Größe haben. „Wir haben mit 86 Betten, Konferenzräumen, Restaurant, Wellnessbereich und einer Skybar geplant“, so der Architekt. Er habe damit gerechnet, dass die Pläne beim Gestaltungsbeirat gut ankommen und er Anregungen für etwaige Änderungen bekommen würde.
Das Urteil des Gremiums fiel allerdings ernüchternd aus. Der Bau wäre für das sensible Gebiet viel zu massiv, würde sich nicht in die Uferpromenade einfügen. Die Jury schlägt vor, einen österreichweiten Architektenwettbewerb auszuschreiben.Stadt steht zu BeiratFür Proyer ist das Urteil nicht nachvollziehbar, auch weil mit der angrenzenden Parkgarage ein weiterer massiver Bau grünes Licht bekommen hatte. „Wir sind unterhalb der Dachlinien der Altstadt geblieben“, so Proyer. Wie es mit dem Projekt weitergeht, weiß der Architekt noch nicht. Er hofft, dass eine klärende Gesprächsrunde entstehen kann. Seitens der Stadt steht man dem Hotelprojekt grundsätzlich positiv gegenüber, am Urteil des Gestaltungsbeirates will man allerdings nicht rütteln. „In anderer Form ist ein Hotel zu begrüßen. Es wird aber nicht einfach, einen Kompromiss zu finden“, so der für Bauangelegenheiten zuständige Vizebürgermeister Helmut Zöttl (FPÖ).


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