Guter Ruf verlängert Wartezeiten
STEYR. Fünf bis sechs Monate muss man für eine geplante Knie- oder Hüftoperation am Landeskrankenhaus Steyr warten

Die Diskussion über steigende Behandlungs- und Operations-Wartezeiten in Oberösterreichs Spitälern gibt es schon länger. Nun liegen aktuelle landesweite Zahlen auf dem Tisch – auch für das LKH Steyr (siehe Infokasten). Die Daten stammen aus einer Anfrage der SPÖ an Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP).
Zu wenige Augenärzte
Auf eine Augenoperation wartet man in Steyr acht Wochen, im Salzkammergut ist die Wartezeit nur halb so lang. Grund: In Steyr sind auf der Augenabteilung nur 5,5 von 7 Arzt-Dienststellen besetzt. Am längsten wartet man in Steyr auf künstliche Knie- und Hüftgelenke. Dies liegt laut gespag am ausgezeichneten Ruf der Orthopädie-Abteilung. „Wir begrüßen die bestehende freie Wahl des Behandlungsortes, die in der Konsequenz natürlich dazu führt, dass die Wartezeiten variieren“, so Sprecherin Christine Dörfel. „Wichtig ist zu wissen, dass sich die Wartezeitangaben ausschließlich auf nicht akute Eingriffe beziehen.“
Mehr Transparenz gefordert
Die SPÖ kritisiert, dass es keine transparente Übersicht über Wartezeiten gibt. Gerda Weichsler- Hauer, dritte Landtagspräsidentin aus Steyr, fordert deshalb eine entsprechende Online-Übersicht. „Patienten brauchen eine einfache Möglichkeit, um sich über die Wartezeiten zu informieren. Dann müssen sie sich gar nicht die Mühe machen, von Krankenhaus zu Krankenhaus zu telefonieren – auf der Suche nach dem raschesten Termin.“


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