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STEYR. Durch die hohen Temperaturen sind viele Fichten vom Borkenkäfer befallen. Laut Bauer Jürgen Hutsteiner braucht es daher ein Umdenken in Sachen Klimaschutz.

Jürgen Hutsteiner (links) und Ortsbauernobmann Michael Auer vor Fichten
Jürgen Hutsteiner (links) und Ortsbauernobmann Michael Auer vor Fichten

In den letzten Jahren kam das Problem der Borkenkäferplage, vor allem bei Fichten, immer öfter vor. Heuer ist es durch die langen Hitzewellen wieder sehr schwierig für die Waldbesitzer, da sich die sogenannten Buchdrucker bei solchen Wetterbedingungen äußerst wohl fühlen.

Ausweitung

Mittlerweile sind auch schon die höher gelegenen Fichten im Ennstal betroffen. Ortsbauernobmann Michael Auer sieht den Grund dafür beim Klima: „In der heurigen Vegetationszeit gab es um 80 Prozent weniger Niederschlag als üblich – uns geht einfach das Wasser ab.“ Die langen Dürrephasen schaden den betroffenen Nadelbäumen extrem. Dies wusste man auch vor rund 30 Jahren schon und riet den Bauern daher vom Fichtenanbau, auf Grund des drohenden Klimawandels, ab. Da diese Baumart allerdings in der Holzindustrie sehr beliebt ist, wurde weiter angebaut, um den daraus resultierenden Profit zu gewinnen.

Nächste Generation

Hutsteiner sieht nun die jungen Eltern in der Verantwortung, der neuen Generation beizubringen, dass Klimaschutz wichtig ist. Auch die Politiker müssten sich seiner Meinung nach mehr mit dem Thema beschäftigen: „Klimaschutz ist heutzutage etwas, das man sich erst leisten können muss und es ist die Aufgabe der Politiker, dass sich das ändert.“ Im ersten Schritt sollen sich einzelne Gemeinden beteiligen und geeignete Maßnahmen setzen. Allerdings kann jeder Einzelne seinen Beitrag dazu leisten, dass der Umweltschutz vorangetrieben wird. Wer sich näher damit beschäftigen will, kann am 5. September um 18.30 Uhr zum Klimafokustreffen ins Gasthaus Pöchhacker in Steyr kommen.


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