Schulverweigerung durch Online-Terror
STEYR. Jedes zehnte Kind ist an österreichischen Schulen mittlerweile Opfer von sozialen oder auch tätlichen Übergriffen. Beim sogenannten Cybermobbing ist die Situation besonders heikel. Das LKH Steyr bietet Hilfe an.

Für Opfer von Cybermobbing wird nicht nur der Schulalltag zur Belastung, vielmehr sehen sie sich zu jeder Zeit Schikanen ausgesetzt, denen sie nur wenig entgegenzusetzen haben. Wenn Kinder oder Jugendliche Angriffen im Netz ausgesetzt sind, können Probleme mit dem Selbstwertgefühl einhergehen, die bis zu depressiven Verstimmungen reichen können. Die Betroffenen haben oft Probleme, sich zu konzentrieren und vermeiden schlussendlich den Schulbesuch gänzlich.
Gezielte Betreuung
Mobbing-Opfer und ihre Eltern sollten sich bewusst machen, dass sie die Situation so nicht hinnehmen müssen. Kinder, die an Schulvermeidung leiden, können sich an den Psychosomatischen Schwerpunktbereich der Kinder- und Jugendheilkunde des LKH Steyr wenden. Es folgt eine intensive Betreuung durch ein interdisziplinäres Team. Die Eltern und Vertrauenspersonen aus dem Schulumfeld werden in den Prozess miteinbezogen. „Ziel ist es, dass der Anschluss an die Stammschule nicht verloren geht bzw. wiederhergestellt wird“, betont Josef Emhofer, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde.
Ansprechpartner
Wertvolle Ansprechpartner sind auch die Gewalt- und Mobbingpräventionsstelle der Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ, Experten der Schulpsychologie sowie Ärzte und Psychologen für Kinder- und Jugendpsychiatrie im niedergelassenen Bereich.


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