Missionspreis für HTL Steyr
STEYR. Zum siebten Mal hat die Diözese Linz den Missionspreis vergeben. Unter den Preisträgern ist auch das Projekt „Mochila de Esperanza - Rucksack der Hoffnung“ aus Steyr.

Der Preis ist eine bischöfliche Anerkennung für die aus Oberösterreich ausgehenden Unterstützungen der missionarischen Tätigkeiten. Das Preisgeld in der Höhe von 1.500 Euro soll wieder in ein Projekt fließen. Außerdem wurde den Vertretern der fünf ausgzeichneten Projekte eine Tonskulptur des Künstlerehepaares Bruno und Elisabeth Lipp aus Alkoven überreicht. Diese stellt einen Schutzengel dar, der auf seinem Mantel eine vergoldete Erdkugel trägt. Die Bedeutung dahinter: Die Erde ist sehr wertvoll und wird durch das Engagement der Menschen vergoldet.
„Großes Zukunftsthema“
Für Alt-Landeshauptmann Josef Pühringer ist die Entwicklungszusammenarbeit ein ganz großes Zukunftsthema. Mittlerweile würden alle auf der Welt dank der modernen Kommunikation wissen, wie die anderen leben. Die Folge seien nachvollziehbare Flüchtlingswellen. Deshalb müssten die Verhältnisse in den Herkunftsländern verbessert werden. “Wenn Menschen nicht aus Überzeugung, Nächstenliebe oder aus welchem Beweggrund immer sich engagieren für die Entwicklungszusammenarbeit, dann sollen sie es aus Egoismus tun – denn nur so werden Situationen, wie wir sie 2015 hatten und die noch weit größer werden können, gemeistert werden können“, betont Pühringer.
Steyrer helfen in Peru
Auf Hilfe vor Ort setzt der Steyrer HTL-Lehrer Johann Gruber, der sich seit 2011 in Peru engagiert. Er setzt sich für Kinder und Jugendliche in den Armenvierteln der Hauptstadt Lima ein. 2013 wurde das Projekt „Mochila de Esperanza – Rucksack der Hoffnung“ ins Leben gerufen. Davon profitierten inzwischen 1.250 Kinder, die ohne Unterstützung keine Chance zu irgendeiner Schulbildung hätten.
Alternative Maturareisen
Auf vielfachen Wunsch von Schülern ging 2016 erstmals eine Maturareise in ein Armenviertel von Lima/Pamplona Alta. Mit insgesamt 26 Jugendlichen reiste Gruber nach Südamerika, um vor Ort eine dringend benötigte Stiege mit 241 Stufen als infrastrukturelle Maßnahme zu realisieren. In nur einer Woche konnte diese gebaut, eingeweiht und der Bevölkerung übergeben werden.
Sportplatz errichtet
Im Juli 2018 war es neuerlich soweit: Mit 28 Maturanten, zwei Kollegen und einem professionellen Fotografen reiste Gruber erneut nach Peru. In der Kommune Nadine Heredia wurde ein Sportplatz für Kinder und Jugendliche betoniert. Der Platz dient der lokalen Bevölkerung heute auch als Treffpunkt für Versammlungen und allerlei Veranstaltungen. Finanziert werden die Projekte durch einen wöchentlichen Verkauf von Kaffee und Kuchen im „El Café Andino“, durch die Übernahme der Gastronomie bei diversen Veranstaltungen, Benefizkonzerte, Vorträge von Gruber und Spenden.


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