Jugendzentrum Damberggasse: „Hier blühe ich auf“
STEYR. Seit Mitte Jänner steht das neue städtische Jugendzentrum (JUZ) im Bereich Bahnhofsgelände als betreuter Freizeitort für junge Menschen offen. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste fand jetzt die offizielle Eröffnung statt.

„Dank gebührt jenen, die die Stadtpolitik beharrlich daran erinnert haben, dass es dieses professionell geführte Angebot braucht“, sagt Bürgermeister Gerald Hackl über die neue Jugendeinrichtung. Bei der Eröffnung betonte er, dass damit ein Meilenstein in der offenen Jugendarbeit in Steyr gesetzt worden sei. 120.000 Euro flossen in die räumliche Adaptierung des Standortes Damberggasse 2 – seit 15. Jänner ist dort das erste stadteigene Jugendzentrum in Betrieb.
Jugendliche fühlen sich wohl
Vizebürgermeisterin Ingrid Weixlberger freut sich über den großen Anklang bei der Jugend: „Das JUZ wird von Jugendlichen aus allen Stadtteilen genutzt. Es war entsprechend richtig, die Anbindung bzw. die Nähe zu Bus und Bahn beim Standort zu berücksichtigen.“ Der in der jüngeren Vergangenheit nicht unproblematische Jugend-Hotspot Bahnhof sei durch die neue Einrichtung spürbar entschärft worden. Obwohl man bewusst auf Werbung verzichtet hatte, besuchten etwa in den Semesterferien über 80 Jugendliche täglich das JUZ. „Die jungen Menschen fühlen sich hier willkommen“, weiß Jugend-Referentin Weixlberger. Zwischen dem ausgebildeten Betreuerteam und der Jugend habe sich bereits eine vertrauensvolle Basis entwickelt. „Wer es wünscht, findet hier ausgebildete Ansprechpartner für Probleme jeglicher Art.“
Chillen, spielen, reden
Mit Teamleiter Stefan Fuchshuber, Velibor Maric und Ilaf Qassim Gödl sind zwei Betreuer und eine Betreuerin in der Damberggasse 2 zugegen. Der Zielgruppe der Zwölf- bis 18-Jährigen stehen insgesamt rund 200 Quadratmeter sowie eine ca. 100 m2 große Außenfläche zur Verfügung. Es gibt Tischfußball, einen Billardtisch, Darts, eine Playstation, gemütliche bunte Couches, Snacks zum Selbstkostenpreis, eine Küche sowie Informationen zu Bildung, Arbeit und Freizeit.
Raum für die Mädchen
Beim Cooking-Day werden gemeinsam einfache Gerichte zubereitet. Die Mädchen freuen sich zudem über den regelmäßigen Girls Day. Mario Ferrari von der Magistratsabteilung Jugendhilfe erklärt: „Mädchen sind generell weniger in Jugendzentren anzutreffen. Im neuen JUZ steht ihnen ein eigener geschützter Raum für Gespräche zur Verfügung. Hier können sie sich auch gestalterisch entfalten.“
Bei Aktivitäten und Projekten des JUZ bietet sich den jungen Leuten überdies Gelegenheit, sich zu engagieren und Fähigkeiten zu entdecken. Zu den Leitprinzipien der Einrichtung gehören Beziehungsarbeit, Mitbestimmung, Integration und Prävention. Dem Projekt JUZ stand das Netzwerk Flow Akut beratend zur Seite.
„Tolles Angebot“
Nadine, Tiara und Lea sind vom neuen Steyrer Jugendtreffpunkt begeistert: „Die Betreuer haben immer ein offenes Ohr für uns, helfen uns zum Beispiel beim Lernen.“ Eine junge Besucherin meinte: „Unterwegs auf den Straßen wird einem schnell fad. Wenn ich hier herkomme, blühe ich auf. Ich finde es toll, dass dieses Angebot geschaffen wurde.“
Dienstag bis Samstag
Mario Ferrari ergänzt: „In den letzten Jahren zeigte sich immer mehr, dass es Jugendlichen in Steyr an sicheren Aufenthaltsorten mangelt und sie deshalb den öffentlichen Raum in Beschlag nahmen. Dort waren sie oft ungünstigen Einflüssen ausgesetzt.“ Das niederschwellige Angebot im Bahnhofsbereich bietet ihnen nun jeweils Dienstag bis Samstag von 15 bis 20 Uhr eine verlässliche Anlaufstelle.


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