„Stadtplatz-Neugestaltung bietet viele neue Möglichkeiten“
STEYR. SPÖ-Bürgermeister Gerald Hackl (61) spricht im Tips-Interview über die Stadtplatz-Umgestaltung, die Landesausstellung 2021, den Bau der Westspange, den funktionierenden Hochwasserschutz und seine Entscheidung, in zweieinhalb Jahren in Pension zu gehen.

Tips:Die Stadtplatzumgestaltung ist abgeschlossen. Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?
Gerald Hackl: Ich bin mit dem Ergebnis der Stadtplatz-Neugestaltung sehr zufrieden. Beim Altstadtwirte-Fest wie auch beim zweitägigen Genussfest hat man schon gesehen, wie attraktiv die großzügig ausgestaltete neue Flaniermeile für die Stadtplatzbesucher ist und wie vielfältig die Möglichkeiten sind, die sich durch das deutlich erweiterte Platzangebot in der neuen Fußgängerzone rund um den Leopoldibrunnen bieten.
Tips: Wie sehen Sie generell die Entwicklung der Innenstadt?
Gerald Hackl: Für mich sind eine spürbare Belebung und auch eine gewisse Aufbruchstimmung klar erkennbar. Es bleiben aber genug Problemstellungen, wie etwa die Leerstände, wo wir auch als Stadt weiterhin aktiv an Lösungen mitwirken wollen.
Tips: Welche Aufgaben hat die Stadt noch in Blickrichtung Landesausstellung 2021 zu erledigen?
Gerald Hackl: Der Umbau bzw. die Generalsanierung des Innerberger Stadls ist in der Finalphase. Für die Implementierung der Landesausstellung an den drei Standorten Innerberger Stadl, Schloss Lamberg und Museum Arbeitswelt sorgt das Land Oberösterreich. Als Stadt sind wir noch bei der Bündelung der vielfältigen Vorschläge für das Rahmenprogramm gefordert sowie bei der generellen Verankerung des Bewusstseins „Wir sind Landesausstellung“ in der Steyrer Bevölkerung.
Tips: Wie ist der aktuelle Stand in Sachen Steyrer Westspange?
Gerald Hackl: Die Behördenverfahren durch das Land Oberösterreich als Bauherr der Westspange gehen ihren gewohnten Gang. Behinderungen im Verfahrensablauf durch den ein oder anderen Westspangen-Gegner kommen für die Planer der Landesbaudirektion nicht wirklich überraschend. Das ist praktisch bei jedem etwas größeren Straßenbauprojekt so. Ich gehe daher weiterhin davon aus, dass 2021 der Spatenstich für diese für die Stadt und die Wirtschaft der gesamten Region so wichtige Umfahrungsstraße erfolgen wird.
Tips: Sie haben kürzlich das zehnjährige Jubiläum als Bürgermeister gefeiert. Welche Ereignisse sind besonders in Erinnerung?
Gerald Hackl: Da könnte ich jetzt viele Beispiele nennen. Ein ganz wesentliches Ereignis aus meiner Sicht war, als wir beim nach der Katastrophe 2002 neuerlichen „Jahrhunderthochwasser“ im Jahr 2013 gesehen haben, dass unsere um zwölf Millionen Euro in mehreren Etappen realisierten Hochwasserschutzmaßnahmen tatsächlich wirken und wir nicht noch einmal komplett „abgesoffen“ sind.
Tips: Sie werden bei der nächsten Gemeinderatswahl 2021 nicht mehr kandidieren. Wie schwer ist die Entscheidung gefallen?
Gerald Hackl: Ich habe mir diesen Entschluss gründlich überlegt und freue mich auf die noch vor mir liegenden zweieinhalb Jahre an der Spitze unserer Stadt. Ich sehe aber auch dem näher rückenden „Unruhestand“ positiv entgegen. Ab Spätherbst 2021 bin ich „Herr meiner Zeit“. Eine Perspektive, die nach 18 Jahren Gemeinderat und zwölf Jahren als Bürgermeister durchaus Charme besitzt.


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