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STEYR. Drei Jahre lang war das Museum Arbeitswelt (MAW) Teil des EU-Projekts „Come-In!“. Mit Blick auf mehr Barrierefreiheit gestalteten engagierte Museen aus ganz Europa ihre Angebote um.

Katrin Auer und Martin Hagmayr (MAW) freuen sich über erfolgreiches Projekt. Foto: Museum Arbeitswelt

Möglichst vielen Menschen den Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen war das vorrangige Ziel von „Come-In!“. Vor allem kleine und mittelgroße Museen sollten dabei unterstützt werden, ihre Türen für neue Besuchergruppen zu öffnen. Erste Erfolge kann man bereits in der Ausstellung „Arbeit ist unsichtbar“ im MAW erfahren. Hier wurden nicht nur viele Bereiche barrierefrei gestaltet, sondern die Mitarbeiter auch speziell geschult. Martin Hagmayr ist Leiter der Pädagogischen Abteilung: „Come-In! hat uns sensibilisiert und weitergebracht. Unser Angebot hat sich dadurch geöffnet. Diesen Weg werden wir weitergehen.“

Gütesiegel entwickelt

Die Erkenntnisse der am EU-Projekt beteiligten Museen resultieren nun in einem europaweiten Gütesiegel. Dessen Richtlinien unterstützen Kulturinstitutionen dabei, Barrieren abzubauen und den Zugang zu erleichtern. Zugleich dient das Gütesiegel den Besuchern als Qualitätsmerkmal. Die kürzliche Präsentation im Museum Arbeitswelt verdeutlichte, wie umfassend und nachhaltig gearbeitet wurde.

Soziale Barrieren

Neben der physischen Zugänglichkeit der Museen galt das Interesse auch den sozialen und ökonomischen Barrieren, die Menschen von der Teilnahme an kulturellen Angeboten ausschließen. „Kleine Museen haben oft nicht die Kapazität für große Veränderungen. Mit unseren Empfehlungen wollen wir Möglichkeiten schaffen: Bereits kleine Schritte können die Zugänglichkeit und Qualität erhöhen“, sagt Katrin Auer, MAW-Geschäftsführerin und Projektleiterin in Steyr. Details dazu unter www.interreg-central.eu/Content.Node/COME-IN.html oder auf www.museum-steyr.at

Erste Verleihung in Brüssel

Zum Abschluss des Projekts wird dem Museum Arbeitswelt und den Partnermuseen am 11. September in Brüssel das entwickelte Gütesiegel verliehen. „Für uns eine besondere Ehre“, freut sich Auer auf den Termin bei der EU-Kommission.


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