Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

STEYR. In punkto Altpapier und Kartonagen verzeichneten die Stadtbetriebe während der Weihnachtsfeiertage 2018 knapp 20 Tonnen mehr Müllaufkommen als an den Tagen davor. Wie die Haushalte mit den anfallenden Verpackungen richtig umgehen, wissen die Abfallberater.

Katharina Freiberger und Dominik Tischlinger sind Abfallberater der Steyrer Stadtbetriebe. Foto: SBS
Katharina Freiberger und Dominik Tischlinger sind Abfallberater der Steyrer Stadtbetriebe. Foto: SBS

Weihnachten steht vor der Tür und damit auch wieder eine Zeit, in der Verpackungsabfälle Hochsaison haben. Wer bereits Geschenkideen für seine Lieben hat, ist vermutlich schon mitten in den Besorgungen. „Am besten kauft man umweltbewusst und Produkte mit möglichst wenig Verpackungsanteil“, sagen Katharina Freiberger und Dominik Tischlinger von den Steyrer Stadtbetrieben. „Es ist zwar sehr einfach, Geschenke in letzter Minute bei Anbietern im Internet zu bestellen. Man sollte aber an die Transportwege und das Verpackungsmaterial für diese Bestellungen denken“, so die beiden Abfallberater. Ihr Tipp: lieber die große Auswahl an Geschäften direkt in Steyr nutzen.

Clever verpacken

Neben der Verpackung von diversen Spielzeugen, Handys und Co. kommt in der Weihnachtszeit auch reichlich Geschenksverpackung zusammen. Im Zeitraum von 24. bis 28. Dezember des Vorjahres fielen 70 Tonnen Altpapier und Kartonagen an – deutlich mehr als in den Tagen vor Weihnachten (17.–21. Dezember: 52 Tonnen). Die Abfallberater haben Tipps, wie man Geschenke sparsam und dennoch hübsch verpackt: beispielsweise in Geschenkstaschen und Boxen, die man über viele Jahre wiederverwenden kann. „Recyclingpapier lässt sich mit getrockneten Blättern schmücken“, so Freiberger. Sinnvoll sei es auch, nicht zerrissenes Geschenkspapier und intakte Bänder und Schleifen für einen erneuten Einsatz im nächsten Jahr aufzuheben.

Überquellende Sammelplätze

Nach Weihnachten möchte natürlich jeder die Verpackungen möglichst rasch aus der Wohnung haben. Die Abfallberater der Stadt Steyr bitten trotzdem darum, mit der Entsorgung etwas zu warten, um Überfüllungen zu vermeiden. „Die Sammelplätze werden auch an den Weihnachtsfeiertagen entleert. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass die Sammelplätze so überfüllt sind, dass nicht alles mitgenommen werden kann. Am besten wäre es generell, wenn man Verpackungsabfälle, vor allem große Kartonagen, ins Altstoffsammelzentrum bringt.“

24 Tonnen Christbäume

Auch der geschmückte Christbaum gehört in den heimischen Haushalten zum Weihnachtsfest unbedingt dazu. Die Abfallberater empfehlen, wiederverwendbaren, nachhaltigen Baumschmuck zu verwenden und auf Lametta und Co., das nach Weihnachten im Müll landet, zu verzichten.

Übrigens kann der Christbaum in Steyr sehr einfach entsorgt werden: ab 2. Jänner einfach vor der Haustüre abstellen – er wird dort abgeholt. Wichtig dabei: Der Baum muss vorher von jeglichem Behang befreit werden. Letztes Jahr wurden in Steyr 24,3 Tonnen Christbäume entsorgt und thermisch verwertet.

Essen in der Tonne

Nicht nur Verpackungsabfälle nehmen in der Weihnachtszeit zu – auch die Lebensmittelabfälle. „Wir raten dazu, nicht zuviel einzukaufen. Sonderangebote wie 2+1 gratis verleiten dazu, mehr einzukaufen, obwohl es oft nicht notwendig wäre. Was mache ich mit dem dritten Brötchen, wenn ich eigentlich nur eines brauche?“, so die Abfallberater. Sie wissen: Gute Einkaufslisten verhindern übervolle Abfalltonnen. Und sollten doch einmal Lebensmittel-Reste übrigbleiben, kann man nach Weihnachten aus ihnen kreative Gerichte zaubern. Taucht Verdorbenes auf, dann bitte nicht in den Restmüll werfen, sondern in die Biotonne oder auf den hauseigenen Komposthaufen. www.stadtbetriebe.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden