Bauern diskutierten über Herausforderungen der Zukunft
KLEINRAMING. Die größten Sorgen und Herausforderungen für die Bauern standen bei der Veranstaltung „Zukunft Landwirtschaft 2030“ in der Fachschule Kleinraming im Fokus.

Eigentlich wäre der Abend ausgefallen. Krankheitsbedingt hatten nämlich zwei Referenten ihr Dabeisein abgesagt: Gernot Zweytick sowie jener Referent, der für ihn kurzfristig eingesprungen wäre. Aufgrund der Knappheit der Absage war Landesrat Max Hiegelsberger aber dennoch in Kleinraming angereist und fand gut gefüllte Sitzreihen vor sich. Mehr als 60 (statt 200 angemeldeten) Interessierten stand er dann Rede und Antwort.
Diversifizierung steigt
Der Landesrat gab zunächst einen kleinen Überblick über den Status quo: “In Oberösterreich sind wir in allen klassischen Produktionsbereichen steigend, wir produzieren mit Abstand das meiste Fleisch und die meiste Milch. Zugleich wächst aber auch die Diversifizierung enorm. Wir haben z. B. Plantagen für Marillen, Pfirsich, Kirschen, Erdbeeren, Zwetschken, Nüsse. Dem Klimawandel geschuldet wird auch der Wein wachsen“, so Hiegelsberger.
Unterstützung gefordert
Danach waren die Zuhörer an der Reihe, ihre drängendsten Fragen zu den künftigen Herausforderungen in der Landwirtschaft zu stellen. Aufs Tapet kam dabei vor allem der schwierige Erhalt der Betriebe im Berg- und Grünland und die problematischen Preise für landwirtschaftliche Produkte. Die Diskussionsteilnehmer forderten verbesserte finanzielle Bedingungen für benachteiligte Regionen.
Freier Markt
Ein Bauer aus Kremsmünster meinte: „Die Subventionen, die wir als Bauern von der EU beziehen, seit wir Mitglied sind, kommen eigentlich dem Konsumenten zugute. Darüber sollte diskutiert werden.“ Hiegelsberger dazu: „Vor 1995 gab es keine Anforderung an einen Betrieb sich mit dem Markt zu beschäftigen, außer er war schon Direktvermarkter. Doch es ist uns seither viel gelungen. Ich bin der festen Überzeugung: Der Betrieb muss das Seine tun, die öffentliche Hand muss etwas beitragen und der Markt muss auch etwas bringen. Wenn es gelingt, aus dem Green Deal zusätzliches öffentliches Geld aufgrund von Klima-Maßnahmen in die Landwirtschaft zu bringen, dann wäre das eine neue Chance.“
Nach einer regen Diskussion gab es ein herzhaftes Buffet, liebevoll zubereitet von den Schülern der LFS Kleinraming.
Ob die Veranstaltung mit den Referenten wiederholt wird, war zum Zeitpunkt der Diskussionsrunde noch offen.


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