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REGION STEYR. Die Coronakrise trifft den Tourismus und die Gastronomie hart. In Bad Hall versucht man positiv zu bleiben und will mit neuen Akzenten bei Gästen aus Österreich punkten.

  1 / 2   Im malerischen Kurpark in Bad Hall werden auch in den nächsten Wochen die Kurgäste ausbleiben. Foto: geh

Mit 1. März hat Sylvia Topitschnig das Amt als Geschäftsführerin der Tourismusregion Bad Hall übernommen und startete mit viel Engagement und neuen Ideen in die Aufgabe. „Nach 14 Tagen hat sich von heute auf morgen alles verändert und ich konnte niemanden mehr persönlich treffen“, erzählt Topitschnig, die zuletzt alle Privatzimmer-Vermieter telefonisch kontaktiert hat. „Die Resonanz war überraschend gut, wir alle versuchen, positiv zu bleiben.“

Kurbetrieb ruht

Im Jahr 2019 wurde mit 243.900 Nächtigungen ein neuer Rekord verbucht, rund 80 Prozent davon entfallen auf Kurgäste. 2020 ist freilich ein ganz anderer Maßstab anzusetzen. Wie und wann der Kurbetrieb wieder anläuft ist offen, abseits davon will man mit den Themen Bewegung und Gesundheit punkten.

Eigene App kommt

„Ein Großteil der Gäste in der Tourismusregion Bad Hall kommt aus Ober- und Niederösterreich, Wien und Bayern. Das kommt uns jetzt zugute“, sagt Topitschnig. „Der Urlaub in Österreich bekommt einen neuen Stellenwert. Die Solidarität wächst.“ Radler und Erholungssuchende sollen verstärkt angesprochen werden. „Wir arbeiten an einer neuen Rad- und Freizeitwege-App und haben bereits eine neue Beschilderung bestellt“, so Topitschnig.

Veranstaltungen als Belebung

Beim Tourismusverband Steyr und die Nationalpark Region, der 18 Gemeinden umfasst, setzt man ebenfalls auf die Themen Wandern, Radeln und Erholung in der Natur. „Da sind wir schon gut aufgestellt und haben viel zu bieten“, sagt Tourismusdirektorin Eva Pötzl. Derzeit arbeitet ihr Team an zusätzlichem Mountainbike-Kartenmaterial, der neue Sebaldusweg soll Pilger ins Ennstal locken, für Radfahrer gibt es eine neue Route um den Nationalpark Kalkalpen (Traunviertel Tour). „Zudem hoffen wir, dass viele kleine Veranstaltungen für Belebung in der Region sorgen werden“, sagt Pötzl.

Sorgen um Existenz

Die Gastronomie darf ab Mitte Mai schrittweise öffnen, viele Lokale kämpfen allerdings um ihre Existenz. Ox-Gründer Thomas Altendorfer, zu dessen Unternehmensgruppe auch ein Lokal in Dietach gehört, ist von den bisherigen Hilfestellungen der Politik alles andere als begeistert. „Die meisten Wirte benötigen keine Stundungen von Steuern und Abgaben, keine Kredite oder sonstige Unterstützungsleistungen, die die Zahllast nur von heute auf morgen verschieben. Die Pleitewelle wird damit nur verschoben, nicht vermieden. Was jetzt und zwar sofort benötigt wird, sind rasche und namhafte finanzielle Zuschüsse, ohne Rückzahlungsverpflichtung“, so Altendorfer.


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