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GARSTEN. Zum Abschluss des Bertholdfestes kamen Alt-Abt Berthold Heigl vom Benediktinerstift Seitenstetten und Alt-Bischof Maximilian Aichern in die Pfarre, um dem ersten Abt des einstigen Stiftes Garsten zu gedenken.

Alt-Bischof Maximilian Aichern OSB bei der Festpredigt Fotos: Ewald Staltner
  1 / 3   Alt-Bischof Maximilian Aichern OSB bei der Festpredigt Fotos: Ewald Staltner

In seiner Predigt betonte Alt-Bischof Aichern das segensreiche Wirken Bertholds vor knapp 1.000 Jahren, das von der Sorge für die Menschen getragen war. Diese Sorge sei es, die „heute Vorbild sein kann und in der Pfarre eindrucksvoll gelebt wird. Gegenseitige Rücksichtnahme und Zusammenhalten sind notwendig zur Bewältigung der Krise.“

Eröffnet wurde das mehrtägige Bertholdfest 2020 mit einem Vortrag von Józef Niewiadomski von der Universität Innsbruck. Er spannte den Bogen von der Pest des Mittelalters bis zur aktuellen Corona-Pandemie und rückte zwei Strategien der Bewältigung in den Mittelpunkt: die archaische der Ableitung auf unschuldige Opfer verbunden mit Verschwörungstheorien oder die christliche Antwort, nach der Gott mit den Menschen durch die Krise gehe. „Leben zu retten, koste es was es wolle, ist die Logik des christlichen Weges der Liebe“, so Niewiadomski.

Beim Festgottesdienst am 5. Juli, der aufgrund der Hygienebestimmungen an sechs Stationen im Pfarrgebiet stattfand, erinnerte Pfarrassistent Stefan Grandy an Bertholds Zusage „ich werde immer bei euch sein“, die gerade in Zeiten des sozialen Abstandhaltens „innere Ruhe“ vermitteln und Trost spenden könne.

Der Jugendgottesdienst zu Ferienbeginn am 12. Juli konnte auch heuer im Pfarrhofgarten bei strahlendem Sonnenschein stattfinden.


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