Trinkwasser in Steyr: Chlorgehalt weiter reduziert
STEYR. Die Stadtbetriebe konnten mit 9. November einen zweiten Schritt zur deutlichen Reduzierung des Chlorierungsgehaltes setzen. Er entspricht nun dem Normalzustand in größeren Trinkwassernetzen.

Die täglich an acht Probestellen durchgeführten Messungen des freien Chlorgehaltes zeigen einerseits den erwarteten Rückgang, andererseits einen notwendigen, aber geringen Restchlorgehalt. Damit ist die größtmögliche Sicherheit gewährleistet und jegliche Verkeimung des Trinkwassers ausgeschlossen.
Bleibt diese Situation bis zum 24. November stabil, sollen die täglichen Beprobungen der freien Chlorwerte auf zweimal wöchentlich umgestellt werden und die Untersuchungen auf mikrobakterielle Verunreinigungen einmal wöchentlich erfolgen.
Wie es weitergeht
Derzeit werden technische und rechtliche Szenarien für einen Ausstieg aus der Chlorierung erarbeitet. Die bisher beobachtete Entwicklung des freien Chlorgehaltes kann dabei als sehr positiv bezeichnet werden. Die derzeitige niedrige Chlorierung wird auf unbestimmte Zeit fortgeführt, da eine Beendigung nur unter maximaler Sicherheit erfolgen kann. Parallel dazu werden weiterhin laufend Wasseranschlüsse kontrolliert, um immer mehr mögliche Fehlerquellen ausschließen zu können.
Wasser genießbar
Das Steyrer Trinkwasser entspricht und entsprach - außer während des Abkochgebotes - zu jeder Zeit den Vorgaben des Lebensmittelkodex und der Trinkwasserverordnung.
In sozialen Medien schlug ein RTV-Beitrag hohe Wellen, in dem das Steyrer Trinkwasser als ungenießbar bezeichnet wurde. Diese behauptete Ungenießbarkeit des Trinkwassers sei falsch, betonen die Stadtbetriebe. “Seit das Trinkwasser freigegeben ist, kann man es ohne Bedenken trinken, auch wenn der Chlorgeruch unangenehm ist“, so Stadtbetriebe-Geschäftsführer Peter Hochgatterer.


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