Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

STEYR. Noch im Jänner soll bei einem Termin mit Experten eine Lösung für das Biber-Problem gefunden werden.

  1 / 2   Mehrere Bäume mussten im Wehrgraben – im Bereich zwischen der Pizzeria und der Schwimmschule – bereits gefällt werden. Foto: Huber

Schon vor zwei Jahren waren im Wehrgraben von einem Biber verursachte Schäden festgestellt worden. Damals gab es eine Begehung vor Ort mit der Umweltabteilung. „Die Lage hatte sich dann beruhigt“, sagt Umweltstadtrat Reinhard Kaufmann (Grüne). Doch im Herbst 2020 kehrte das Problem zurück. Laut Experten dürfte ein männlicher Biber zwischen Pizzeria und Schwimmschule sein Revier gefunden haben – es kam zu massiven Schäden.

Keine Umsiedelung

Im November und Dezember mussten mehrere Bäume am Steyr-Kanal entnommen werden. Vom Magistrat wurden Schutzgitter um etliche Bäume errichtet, der Biber ließ sich aber nicht vergrämen. „Es wurden viele der alten, dekorativen Bäume gefällt, die das typische Stadtbild in diesem Bereich geprägt haben“, klagt Anrainer Walter Huber, der eine rasche Lösung von der Politik fordert. „Es kann doch nicht sein, dass mitten in Steyr der Erholungs- und Grünbereich im Wehrgraben zum Restaurant und Spielplatz für Biber verkommt.“ Eine Umsiedelung des Nagers sei äußerst schwierig und nicht angedacht. „Das ist nicht umsetzbar, weil etwa in der Au bereits andere Biber ihr Revier haben und auch in anderen Bereichen die Interessen der Anwohner zu berücksichtigen sind“, sagt Stadtrat Kaufmann, der von einer „unerfreulichen Situation“ spricht.

Streng geschützt

Biber sind in Österreich streng geschützt und dürfen grundsätzlich nicht entnommen werden. Für Kaufmann ist es durchaus denkbar, dass sich die Stadt um eine Sondergenehmigung bemüht und der gefräßige Nager abgeschossen wird. „Noch im Jänner wird es einen Termin mit Experten und dem neuen Liegenschaftsreferenten Markus Vogl geben“, so Kaufmann. Anrainer Walter Huber hofft, dass nicht noch weitere Bäume dem Biber zum Opfer fallen. „Es kann keine Koexistenz mit Wildtieren geben, wenn diese zu Schädlingen in der gewachsenen städtischen Kulturlandschaft mutieren. Da ist ihnen einfach Einhalt zu gebieten.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden