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SIERNING. Der Rudentanz in der Marktgemeinde ist seit 2013 Unesco-Kulturerbe, regelmäßig gepflegt wird das Brauchtum seit 1732. Coronabedingt gibt es heuer als Trostpflaster für die Absage feine Gstanzln online.

Die Hilberner Rud hatte im letzten Jahr ihren ersten großen Auftritt. Foto: J. Dietachmair
Die Hilberner Rud hatte im letzten Jahr ihren ersten großen Auftritt. Foto: J. Dietachmair

Beim Rudentanz wird in traditioneller Weise der Traunviertler Landler getanzt, spöttisch-freche Achtzeiler erheitern das Publikum mit Begebenheiten aus Politik und Alltag. Heuer müssen der Rudenkirtag bzw. Rudentanz entfallen: Die Pandemie zwingt die Veranstalter dazu, den Faschingsdienstag 2021 ohne gemeinsamen Gesang und Tanz verstreichen zu lassen.

Einladung für 2022

Als kleine Erinnerung und gleichzeitige Einladung fürs nächste Jahr haben sich einige Gruppen dennoch das Dichten nicht nehmen lassen – auf www.rudentanz.at können sich Interessierte in den nächsten Tagen bis Faschingsdienstag an laufend ergänzten Gstanzln zum Schmunzeln erfreuen.

Seit 1945 fand der Rudentanz nur zweimal nicht statt: 1965 starb am Faschingssonntag Bundespräsident Adolf Schärf, 1952 brachte der Kampf gegen die Maul- und Klauenseuche ein behördliches Verbot der Veranstaltung mit sich.

Gstanzl 2021

Wirkli‘ schneller ois ma denkt

is ma komplett eingeschränkt!–

Des gilt a für‘n „Ruden-Kirta“,

für de Gstanzln und de Liada.–

Heuer, da muass ois pausier’n,

aber nexts Jahr dann in Siagn,

do sama „pumperlg’sund“ und „g’impft“ –

dann wird wieder „g’spott“ und „g’schimpft“... 

von D’Aufblattler Tanzherrn Rud


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