Untragbare Zustände auf europäischem Boden
DIETACH. Im Dietacher Gemeinderat wurde mit großer Mehrheit eine Resolution verabschiedet, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, die Aufnahme von unbegleiteten Kindern und Jugendlichen, sowie von Familien mit minderjährigen Kindern aus Flüchtlingslagern auf der Insel Lesbos und anderen griechischen Inseln in Österreich so rasch als möglich zuzulassen.

Der Antrag wurde von den Grünen und der SPÖ eingebracht und wie folgt begründet. Seit vielen Monaten berichten die Medien von den unhaltbaren Zuständen, in denen geflüchtete Menschen in Lagern auf griechischen Inseln angehalten werden. Die sanitäre und gesundheitliche Situation dort ist niemandem zumutbar. Österreichische Städte und Gemeinden, einschließlich der Stadt Steyr sowie karitative Organisationen, haben ihre Unterbringungskapazitäten bekannt gegeben und sich zur Aufnahme von geflüchteten Menschen, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, bereit erklärt. Diese Möglichkeiten und diese Bereitschaft, Menschen in Not solidarisch und wirksam zu helfen, dürfen nicht ungenutzt bleiben. „Wir denken, mehr an Begründung für diese Bitte an die Bundesregierung braucht es nicht“, sagt Lukas Reiter, Grüner Gemeindevorstand aus Dietach.
Klare Mehrheit
Der Dietacher Gemeinderat hält in seinem Beschlussvorschlag fest, dass Menschen, die vor Krieg oder Verfolgung geflüchtet sind, eine menschenwürdige Unterkunft und ein warmes Bett bekommen sollen. „Erfreulicherweise stimmten neben den Antragstellern auch elf Mandatare der ÖVP für diese Resolution, die als wichtiges Zeichen der Menschlichkeit zu werten ist zu“, so Reiter.


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