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WOLFERN. Evelyn Schillhubers Wunsch hat sich erfüllt: “Ich wollte immer eine Familie mit vier Kindern haben“, lächelt sie. Das neue Eigenheim, in dem die sechsköpfige Familie gerne Besuch empfängt, ist barrierefrei und hat einen Lift.

Evelyn Schillhuber (li.) mit ihren Kindern und Vzbgm. Johanna Derfler
Evelyn Schillhuber (li.) mit ihren Kindern und Vzbgm. Johanna Derfler

Dieser wird für die 16-jährige Tochter Isabella benötigt. Nach der Geburt wurden bei ihr eine seltene Missbildung des Gehirns, spastische Tetraparese und genetisch bedingter Kalium-Magnesiummangel diagnostiziert. Später kam hochgradige Innenohrschwerhörigkeit hinzu. Isabella sitzt im Rollstuhl, muss gewickelt und zusätzlich über eine PEG-Sonde mit Medikamenten und Nahrung versorgt werden. Gute Erfolge durch eine Delphintherapie in der Türkei gingen leider durch einen Infekt wieder verloren. Evelyn und ihr Franz haben gelernt, die täglichen Herausforderungen einer Großfamilie und die Spitalsaufenthalte von Isabella zu meistern.

Herausforderung Lockdown

Trotz ihrer starken Beeinträchtigung ist Isabella überall mit dabei und ein fröhliches Mädchen. Mama Evelyn sorgt auch als Hausfrau, Pflegerin und Krankenschwester dafür, dass rund um die Uhr alles läuft. Beim Distanz-Unterricht mit Katharina (13) und Alexander (12) und der Betreuung von Johannes (6) und Isabella während des ersten Lockdowns lagen die Nerven jedoch blank. Dank Hilfe von außen beim Lernen hat Evelyn auch das gemeistert.

Beruf bringt kleine Auszeiten

Ihre Ausbildung zum NLP-Master (Neurolinguistisches Programm) hilft Schillhuber aus den kleinen und großen Tiefs. Kraft schöpft sie zudem beim Essen mit der Familie, beim Schifahren mit den Kindern oder beim Lesen, wenn die Zeit es zulässt. Nach 16 Jahren zuhause, arbeitet Evelyn zusätzlich Teilzeit als Biomedizinische Analytikerin. Das große Verständnis ihrer Kolleginnen und der Abstand zum Alltag tun ihr gut. Erfreulich ist, dass auch Isabella in der Diakonie-Werkstatt in Bad Hall Beschäftigung gefunden hat.

Urlaube sind schwer möglich. Ein Rollstuhl am Sandstrand wird rasch zum Handicap. Schon ein Freibadbesuch ist aufwendig. „Ich bin dankbar, dass es in meiner Gemeinde und in meinem Umfeld Menschen gibt, die in gewissen Situationen für mich und meine Familie da sind, vor allem meine Mutter“, so Schillhuber.


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