Luchsfang im Hintergebirge gelungen
REICHRAMING/MOLLN. Um dem Fehlen von Luchsnachwuchs im Nationalpark auf die Spur zu kommen, wurde jetzt eines der Tiere eingefangen und untersucht.

Über einen Monat lang blieben die Kastenfallen im Reichraminger Hintergebirge leer, nun kam das ersehnte Funksignal. “Projektleiter Christian Fuxjäger machte sich sofort auf den Weg und konnte den Fang von Luchs Lakota bestätigen“, berichtet NP-Direktor Volkhard Maier.
Der 22 kg schwere Luchs wurde umgehend von zwei Veterinärmedizinern narkotisiert, untersucht und mit einem Halsbandsender versehen. „Die halbstündige Untersuchung vor Ort ergab laut den Tierärzten einen guten Gesamteindruck“, so Luchsexperte Fuxjäger.
Viel zu kleine Population
Lakota kam 2014 als Junges von Freia und Jago zur Welt. Da in den letzten Jahren der Luchsnachwuchs im Nationalpark Kalkalpen trotz vitaler und geschlechtsreifer Tiere ausgeblieben ist, sollen die Luchse auf mögliche Viruserkrankungen untersucht werden. Experten vermuten, Viren könnten neben der schlechten genetischen Situation ein Grund für die viel zu kleine Gründerpopulation im Schutzgebiet sein.
Deshalb wurde Lakota auch Blut abgenommen. Dieses wird nun aufwendig untersucht. Die Befunde sollen kommende Woche vorliegen. Der Fang von Lakota ist besonders aufschlussreich, weil er mit allen fünf anderen Luchsen im Nationalpark in Kontakt stand.


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