Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BAD HALL. Bürgermeister Bernhard Ruf spricht im Interview über die Auswirkungen der Corona-Krise, die Vereine, das Kulturangebot in der Pandemie und Bauprojekte.

 (Foto: Kranzl)
  1 / 3   (Foto: Kranzl)

Tips: Wie ist Bad Hall bisher durch die Corona-Krise gekommen?

Bernhard Ruf: Die Corona-Krise hat Auswirkungen auf alle Bereiche unserer Stadt. Kein Fasching, kein Theater, keine Feste – das hat natürlich Spuren hinterlassen. Der Kurbetrieb, die Gastronomie und Hotellerie haben noch immer zu leiden. Gott sei Dank haben wir mutige und innovative Betriebe. So übernehmen etwa die beiden Apotheken bei uns das so wichtige Testangebot, wofür ich sehr dankbar bin. Ebenso haben wir einfallsreiche Gastronomen, die ein vielfältiges Abholangebot bieten. Dass die Corona-Krise zwei Seiten hat, zeigt auch das Geschäftsangebot: Wir haben jetzt leider ein Reisebüro und ein Cafe weniger. Dafür gibt es aber auch neue Geschäfte, z.B. für den Pflegebedarf die Firma Orthofit, Betten Ammerer, die für guten Schlaf sorgen, oder einen neuen Shop für rundum gesunde Tiernahrung.

Tips: Kann man schon abschätzen, wie der Veranstaltungssommer ausschauen wird?

Bernhard Ruf: Derzeit kann man in kulturellen Belangen nur auf Sicht fahren, da keiner weiß, was in vier Wochen erlaubt und möglich ist. Wir überlegen, die Operettenfestspiele KLANGBADHALL in den Kurpark zu verlegen, weil wir überzeugt sind, dass Outdoor-Veranstaltungen früher stattfinden dürfen. Ob und in welcher Form das geplante Stadtfest über die Bühne(n) gehen kann, ist ebenso noch nicht absehbar. Bad Hall bietet allerdings mit der internationalen Metallkunstausstellung im Park, den dazu geplanten Sagenwanderungen und dem Museum Forum Hall mit Schwerpunkt 150 Jahre Feuerwehr Bad Hall wertvolle pandemietaugliche Kunst und Kultur.

Tips: Die Vereine haben es derzeit besonders schwer. Wie kann die Stadt helfen?

Bernhard Ruf: Wir versuchen, die Vereine durch unsere bewährte Art der einerseits finanziellen Unterstützung, andererseits durch Investitionen in die Infrastruktur zu unterstützen. Darüber hinaus wäre natürlich das schon angesprochene Stadtfest wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit, den Zusammenhalt und etwaige Zusatzeinnahmen für die Vereine.

Tips: Welche Infrastruktur-Projekte stehen in Bad Hall an?

Bernhard Ruf: Nach dem Großprojekt Kindergarten- und Hort-Neubau investieren wir derzeit Geld in die Herstellung und Erneuerung unserer Straßen, in die Photovoltaik für unsere Gemeindegebäude und in die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie. Ebenso fließen große Summen in die Digitalisierung unserer Schulen.

Tips: Wie sieht es beim Wohnbau aus?

Bernhard Ruf: Die Bautätigkeiten sind nach wie vor sehr intensiv. Gott sei Dank sind dafür kaum neue Widmungen notwendig, weil hauptsächlich in städtische Baulücken gebaut wird, was die Kosten für Infrastruktur in Grenzen hält und den zusätzlichen Bodenverbrauch vermeidet. Auch wenn verdichtete Bauten im Zentrum auf wenig Gegenliebe der Nachbarn stoßen, sind sie für eine nachhaltige Entwicklung notwendig, damit wir unsere Wiesen und Felder im Umland erhalten können.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden