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REICHRAMING. Die Mittelschule der Ennstal-Gemeinde hat ein wochenlang vorbereitetes Kreativprojekt verwirklicht.

 (Foto: Christian Wirth)
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Bürgermeister Michael Schwarzlmüller war an die Schule herangetreten, die örtliche Bahnhofsunterführung zu gestalten. Lehrer und Schüler starteten prompt ein Graffitiprojekt. „Ein Glücksfall für uns: Die Gemeinde stellte uns die Wandfläche und Farben zur Verfügung und der Platz war noch dazu besonders gut für Graffiti geeignet“, erzählt Pädagoge Christian Wirth.

Letztere Kunstform ist als Subkultur in den Stationen und Schächten der New Yorker Untergrundbahn entstanden und hat sich heute aus der Grauzone zwischen Vandalismus und Protestkunst emanzipiert, wie auch eine Ausstellung im Linzer Nordico im Vorjahr gezeigt hat. „Graffiti hat sich in den letzten 30 Jahren zur einflussreichsten Kunstrichtung der Jugendbewegung entwickelt. Keine andere Kunstbewegung hat das Erscheinungsbild europäischer Städte mehr geprägt“, so Wirth.

Künstlerin wirkte mit

Ein Grund mehr, sich dem im Kunstunterricht zu widmen - speziell im ländlichen Raum. Gemeinsam mit der Wiener Künstlerin Lena Scharnreitner wurde ein Konzept erarbeitet, sodass sich alle Schüler der Mittelschule an diesem Projekt beteiligen konnten. Zuerst wurde die Unterführung weiß gestrichen und so manches politisch unkorrekte Statement übermalt. Dann fertigten die einzelnen Klassen im Unterricht Entwürfe zum Thema „Jahreszeiten“ an.

Begeistert bei der Sache

Die Künstlerin vermittelte den Kindern mit viel pädagogischem Geschick die Grundtechniken von Street-Art. Mit großem Eifer und wenig Berührungsängsten sprühten die Schüler ihre Ideen auf die Betonwände. Nach zwei turbulenten Arbeitstagen können nun alle Beteiligten stolz auf ein gelungenes gemeinsames Werk blicken. „Besonders im heurigen Schuljahr, wo pandemiebedingt viele Schulveranstaltungen gestrichen wurden, hat ein gemeinsames Projekt der ganzen Schule einen besonderen Stellenwert“, betont Wirth.


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