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REGION STEYR. Ob im Smartphone, Tablet, Kinderspielzeug oder dem E-Bike: Akkus gehören zum Alltag. Brände können fatal enden. Deshalb ist Sorgfalt das oberste Gebot.

Barbara Spöck und Wolfgang Mayr (Foto: privat)
Barbara Spöck und Wolfgang Mayr (Foto: privat)

„Während beim Umgang mit offenem Licht und Feuer ein Mindestmaß an Gefahrenbewusstsein an den Tag gelegt wird, entstehen solche Akkubrände meist völlig unvermutet. Dabei haben wir alle sehr viele Akku-Bedrohungen im Haushalt und gehen damit sorglos um“, sagt Barbara Spöck. Sie ist nicht nur Bezirkshauptfrau von Steyr-Land, sondern auch Zivilschutz-Bezirksleiterin. „Vom Handy oder Tablet über den Staubsaugerroboter und dem neuesten Kinderspielzeug bis hin zum Akkuschrauber und nicht zu vergessen den E-Bikes – immer mehr Alltagsgeräte sind mit einem Akku ausgestattet, was einen besonders achtsamen Umgang mit ihnen notwendig macht.“

Hohe Schadenssummen

Im Jahr 2019 wurden in Oberösterreich 256 Brandschäden durch elektrische Energie gemeldet, die gesamte Schadenssumme war mit 14,8 Millionen Euro enorm. Wie verheerend ein Akkubrand sein kann, zeigte sich Anfang April in Pregarten, wo ein Hausbesitzer ein Ladegerät und den Akku für den Akkuschrauber in einer Steckdose im Carport ansteckte. „Eigentlich ein völlig normaler Vorgang für jeden von uns. Doch plötzlich war ein Knall zu hören, das Carport brannte. Der Hausbesitzer konnte den Brand selbst nicht mehr bekämpfen. Das Feuer breitete sich auf die Hausfassade und den Dachstuhl aus. Das Wohnhaus der Familie wurde so stark beschädigt, dass es nicht mehr bewohnbar ist“, erzählt der Bezirksfeuerwehrkommandant für Steyr-Land Wolfgang Mayr.

E-Bike zum Service

E-Bikes boomen, die Fahrräder bergen aber auch Gefahren. Der Akku gehört auf jeden Fall vor der ersten Ausfahrt im Frühjahr an die Ladestation (das gilt für alle akkubetriebenen Geräte, die eine Winterpause hatten). Hilfreich ist es, die Steckerpole am Akkuhalter zu reinigen und mit Polfett oder technischer Vaseline leicht zu fetten. Bevor der Akku eingesetzt wird, die Kontaktstellen gründlich trocknen. Zivilschutz und Feuerwehr empfehlen, E-Bikes mindestens einmal im Jahr bei einem Service überprüfen zu lassen. Der ideale Ladezustand eines Akkus liegt bei 30 bis 60 Prozent. Die Ladung sollte bei Zimmertemperatur, aber nicht in den Wohnräumen erfolgen, sondern an einem eigenen Ort. „Dieser Raum sollte am besten mit einem Rauchmelder ausgestattet sein“, betont Mayr. Beim Transport ist es wichtig, den Akku stets vom Bike abzunehmen und ihn sicher zu verstauen.

Unwetter und Starkregen

Eine Herausforderung in der Region sind Unwetter und Starkregen. Aus einem kleinen Bach kann in kürzester Zeit ein reißender Fluss werden. „Fest steht, das Klima ändert sich, extreme Wetterereignisse haben auch bei uns nachweislich zugenommen. Wir müssen unsere Vorsorgemaßnahmen dementsprechend anpassen“, betont Spöck. „Zu einem krisenfesten Haushalt gehört nicht nur die Lebensmittel-Bevorratung, sondern auch die Vorsorge mit technischen Hilfsmitteln – für Hausbesitzer und Häuselbauer bedeutet das bei Unwettern oft bauliche Maßnahmen – und auch Sandsäcke sollten zur Vorsorge Pflicht sein.“

Ursachen für Akku-Brände:

  • Ein beschädigter Akku (zum Beispiel durch Herunterfallen des Gerätes)
  • Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen. Eine Batterie sollte nie direkt in der Sonne liegen oder beispielsweise in der Kälte gelagert werden.
  • Schlechte Qualität: Beim Kauf eines Neugeräts oder von Ersatz-Akkus sind Originalteile zu empfehlen.
  • Fehler beim Laden: Die normalen, langsameren Ladezyklen strapazieren die Akkus deutlich weniger. Gilt auch für Schnellladekabel beim Handy.

Details:www.zivilschutz-ooe.at


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