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STEYR. Das Gesundheits- und Sozialsystem kämpft nicht erst seit der Pandemie mit gravierenden Problemstellungen. Bei der österreichweiten Protestaktion „Für uns ist es 5 nach 12“ beteiligten sich auch Steyrer Pflegeeinrichtungen.

 (Foto: Magistrat)
(Foto: Magistrat)

Unter dem Motto „Es ist 5 nach 12 – geh raus und zeig Dein Gesicht“ fand am 10. November auch vor den Steyrer Alten- und Pflegeheimen eine Protestaktion der „Offensive Gesundheit“ statt. Einmal mehr wurde dabei auf die prekäre Situation in Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufen hingewiesen.

Arbeiterkammer, Ärztekammer und mehrere Fachgewerkschaften hatten sich im Vorfeld als „Offensive Gesundheit“ zusammengetan und zu fünfminütigen Protestaktionen aufgerufen. Nicht erst seit der Coronakrise steht der Gesundheits- und Sozialsektor vor Herausforderungen. Verstärkt durch die andauernde Ausnahmesituation sind mittlerweile aber tägliche Aufgaben in zahlreichen Bereichen des Gesundheitssystems nicht mehr zu bewältigen.

Körperlich und mental am Limit

„Viele unserer Kolleginnen und Kollegen waren bereits vor der Pandemie körperlich und psychisch am Limit. Immer wieder haben wir mit Unterstützung der Gewerkschaften versucht, bei der zuständigen Landes- und Bundesregierung auf die angespannte Situation aufmerksam zu machen. Leider ohne Erfolg. Wir sind am Ende der Kräfte, es ist dringend Zeit, zu handeln“, so die Personalvertreterinnen der Steyrer Alten- und Pflegeheime.

Was es brauche, sei „endlich eine adäquate Entlohnung, mehr Freizeit und dringend mehr Personal.“ Die Protestaktion war an alle politischen Verantwortlichen auf Bundes- sowie Landesebene gerichtet, die für Verbesserungen und Entlastungen im Gesundheitssystem sorgen können. Auf freiwilliger Basis wurde in der Stadt Steyr der Personalschlüssel in den Alten- und Pflegeeinrichtungen bisher übererfüllt. Ohne Unterstützung des Landes OÖ sei eine weitere Entlastung der Pflegekräfte aber nicht machbar. „Jetzt ist die Landes- und Bundesregierung am Zug. Uns wurde in letzter Zeit viel versprochen. Es ist nun an der Zeit, Taten folgen zu lassen“, so die Steyrer Personalvertreterinnen.


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