„Kein Sprint, sondern ein Marathon“
REGION STEYR. Der Krieg in der Ukraine bringt immer mehr Flüchtlinge nach Oberösterreich. In Steyr und Sierning wurden Hallen für die Erstaufnahme adaptiert.

1.059 Ukrainer befanden sich mit Stand am Sonntag (13. März) in den organisierten Notschlafstellen des Roten Kreuzes und des Landes. In den nächsten Tagen ist mit einem starken Anstieg der Flüchtlinge zu rechnen. „Das Zivilengagement und die Solidarität der Oberösterreicher ist unbeschreiblich und überwältigt uns. Über 600 private Wohnmöglichkeiten wurden bereits gemeldet und ich appelliere an die Oberösterreicher, uns noch weitere Wohnmöglichkeiten zu melden“, sagt Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP).
Platz für 200 Personen
Gut vorbereitet fühlt sich Steyr, wo die Stadthalle am Tabor mithilfe der Feuerwehr adaptiert wurde. Feldbetten, Sessel und Trennwände wurde aufgestellt, WLAN eingerichtet, die Müllabfuhr organisiert. Für den reibungslosen Ablauf vor Ort sorgt das Rote Kreuz, das von etlichen Dolmetschern unterstützt wird. Bis zu 200 Personen können aufgenommen werden, am Wochenende war die Halle mit Frauen und Kindern aus der Ukraine bereits fast voll. „Ich bin begeistert von der Hilfsbereitschaft. Es rollt eine Flüchtlingswelle auf uns zu, es wird kein Sprint, sondern ein Marathon“, sagt der Steyrer Bürgermeister Markus Vogl (SPÖ).
Turnsaal umgebaut
In Sierning bauten die örtlichen Feuerwehren gemeinsam mit dem Roten Kreuz den Turnsaal der Mittelschule in ein Erstversorgungszentrum um. „Wir haben Platz für 60 Frauen und Kinder geschaffen. Hier sollen die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine nach ihrer Ankunft registriert werden, um danach auf mehrere Städte aufgeteilt zu werden“, erklärt Bürgermeister Richard Kerbl (SPÖ).


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