Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

REGION BAD HALL/STEYR. Die Katholische Kirche in Oberösterreich organisiert sich neu, am Ende sollen landesweit 39 Pfarren übrig bleiben.

Katharina Mayr-Jetzinger (Foto: privat)
  1 / 2   Katharina Mayr-Jetzinger (Foto: privat)

In fünf Vorreiter-Regionen – darunter Weyer – wurde der Reformprozess bereits im Herbst 2021 gestartet. Sieben weitere Dekanate beginnen im September ihren zweijährigen, begleiteten Übergangsprozess. Darunter Kremsmünster (unter anderem mit den Pfarren Adlwang, Bad Hall, Pfarrkirchen und Rohr) sowie Steyr (Christkindl, Dietach, Ennsleite, Garsten, Gleink, Kleinraming, Maria Laah, Münichholz, Resthof, Stadtpfarre, St. Anna, St. Michael, St. Ulrich, Tabor, Wolfern). Im ersten Jahr geht es im Wesentlichen darum, dass die Pfarrteilgemeinden innerhalb einer Pfarre Kirche weit denken, ein Wir-Gefühl entwickeln und als pastoraler Raum zusammenarbeiten.

Rechtliche Gründung Anfang 2024

In jeder der Pfarren wird ein Grobkonzept für ein gemeinsames Pastoralkonzept erarbeitet, in dem Ziele und Schwerpunkte für das künftige seelsorgliche Handeln festgelegt werden. Gleichzeitig sollen die Leitungsämter von Pfarrern sowie Pastoral- und Verwaltungsvorstand besetzt werden. Diese arbeiten mit den vorhandenen Priestern, Diakonen, Seelsorgern und Ehrenamtlichen zusammen. Außerdem werden Mitglieder für die Seelsorgeteams in den Pfarrteilgemeinden und für den Pfarrlichen Pastoralrat gesucht. Im Herbst 2023 beginnen die sieben Dekanate, unterstützt durch Bildungs- und Begleitprozesse, in der neuen Struktur zu arbeiten. Die rechtliche Gründung als Pfarre wird mit 1. Jänner 2024 erfolgen. Diesen Umstellungsprozess sollen in den kommenden fünf Jahren alle Dekanate bzw. Pfarren in Oberösterreich durchlaufen haben.

Krise ist nichts Neues

„Dass sich die Römisch-katholische Kirche, zumindest in unseren Breiten, in einer Krise befindet, ist nichts Neues“, sagt der Steyrer Dekanatsassistent Klaus-Peter Grassegger: „Dass uns Bischof Manfred jetzt aber Mut zuspricht, einen ‚neuen Weg‘ einzuschlagen, Kirche ‚weit zu denken‘, das empfinde ich tatsächlich als Ermutigung, noch einmal alles zu geben, um die große ‚Reich-Gottes-Idee‘ in unsere so schnelllebige Zeit zu bringen“, so Grassegger.

„Freude und Neugier“

„‚Wir stellen alles auf den Kopf – nur die Kirche lassen wir im Dorf.‘ Dieser Satz, den ich in der Auslage eines Geschäfts entdeckt habe, hat in mir sofort eine Assoziation zum Zukunftsweg ausgelöst. Ja, das ist es, wir brauchen die ‚Kirche im Dorf‘, die Pfarrgemeinden vor Ort, eine lebendige christliche Gemeinschaft, die Nähe, Solidarität, kraftspendende Spiritualität und Gastfreundschaft vermittelt. Das darf nicht verlorengehen“, sagt Katharina Mayr-Jetzinger, Dekanatsassistentin in Kremsmünster. „Ich bin mir sicher, dass es den Pfarrgemeinden gelingt, diesen Auftrag mit ihren Möglichkeiten und Ressourcen zu erfüllen. Ich wünsche mir, dass wir uns mit Freude und Neugier auf den Weg machen. Sicherlich wird der Reformprozess etwas in Bewegung bringen“, so Mayr-Jetzinger. „Die Pfarrgemeinden sehen bereits, dass dies ein gemeinsamer Weg wird: Das aufeinander Zugehen, das Miteinander und Kooperationen werden immer wichtiger.“

Weitgehend selbstständig

Die einzelnen Pfarrgemeinden sollen auch nach der Strukturreform eine weitgehende Selbstständigkeit (auch finanzieller Art) für ihren Bereich bewahren können, zugleich profitieren sie vom größeren Ganzen der Pfarre und der Zusammenarbeit der Seelsorgeverantwortlichen. Geleitet werden die Pfarren von jeweils einem Pfarrer in Zusammenarbeit mit zwei Vorständen für pastorale und wirtschaftliche Angelegenheiten. Wesentlich bleibt dabei weiterhin die Mithilfe und Leitungsverantwortung in unterschiedlichen Aufgabenbereichen von Priestern, Ständigen Diakonen sowie haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern vor Ort in den Pfarrgemeinden bzw. im pastoralen Handlungsraum der Pfarre.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Keine Entwarnung beim Trinkwasser in Steyr

Keine Entwarnung beim Trinkwasser in Steyr

STEYR. Seit Mittwoch gilt für 704 Personen in Steyr und 27 in St. Ulrich ein Abkochgebot. 

Tips - total regionalRobert Hofer
Dezibel in Sierning startet neues Kapitel

Dezibel in Sierning startet neues Kapitel

SIERNING. Das Jugendzentrum Dezibel in Sierning bekommt eine neue Trägerschaft.

Tips - total regionalRobert Hofer
Trinkwasserexperten übten in Ternberg für den Ernstfall

Trinkwasserexperten übten in Ternberg für den Ernstfall

TERNBERG. Die Wasserspezialisten des Österreichischen Roten Kreuzes sind gefragte Experten auf dem Gebiet der Trinkwasseraufbereitung. Bei einer ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Trio aus der Region Steyr war 200 Mal Blutspenden

Trio aus der Region Steyr war 200 Mal Blutspenden

REGION STEYR. Blut ist für eine umfassende medizinische Versorgung unabdingbar. In Linz wurden Menschen geehrt, die seit Jahren regelmäßig ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Riegler und Huber sind Regionalsprecher in der Pyhrn-Eisenwurzen

Riegler und Huber sind Regionalsprecher in der Pyhrn-Eisenwurzen

REGION STEYR-KIRCHDORF. Karin Riegler und Herbert Huber sind die neu gewählten Regionalsprecher bei der Lebenshilfe. Sie vertreten damit mehr ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Vom Lehrling zum ÖAMTC-Stützpunktleiter in Steyr

Vom Lehrling zum ÖAMTC-Stützpunktleiter in Steyr

STEYR. Am ÖAMTC-Stützpunkt in Gleink sind 26 Menschen beschäftigt, Chef ist der erst 25-jährige Andreas Strasser.

Tips - total regionalRobert Hofer
Weitere Beiträge