Leserbrief: Hochverehrte Politiker, darf ich sie höflich ersuchen aufzuwachen?
STEYR. Für Alfons Rodlauer ist die geplante Westspange Steyr ein Verkehrs-Würgegriff.

Hochverehrte Politiker, darf ich sie höflich ersuchen aufzuwachen? Und darf ich Sie ersuchen, uns die Wahrheit über die Westspange zu erzählen. Sie ist eine Transit-Route einer europäischen Transversale von Nordeuropa bis in den Süden zu den Adriahäfen. Rund um Linz will man diese drohende Verkehrshölle ein wenig weghaben, ein Stück grünes Land in der Stadt Steyr soll dafür dran glauben – für den geplanten letzten Lückenschluss, den sie verharmlosend Westspange nennen.
Wenn Sie die Wahrheit sagen, würden sie das Projekt des Landes Oberösterreich nicht als Westspange bezeichnen, sondern als Verkehrs-Würgegriff. Er bringt keine Entlastung, sondern eine Transithölle. Ein Brummen, ein Tosen, ein Stinken, ein Stauen, eine Zerstörung unserer besten Ackerböden, ein Ausbeuten im Sinne von “koste es uns was es wolle.“ Sind ja eh unsere Steuergelder. Da lachen sich die Frächter ins volle Fäustchen. Die Barone der billigen Landstraße zahlen nicht, sie kassieren. Und die Rechnung schicken sie trotzdem nach Steyr.
von Alfons Rodlauer, Steyr


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden