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Online Redaktion, 09.05.2023 07:07

STEYR. Die SPÖ ärgert sich über zwei Vorfälle am letzten Wochenende. Beim Neutor wurde eine Teilnehmerin der „Yes, we care-Bewegung“ von einem Sonntags-Spaziergänger attackiert.

Die zerstörte Info-Tafel beim Mahnmal auf der Ennsleite. (Foto: SPÖ)
Die zerstörte Info-Tafel beim Mahnmal auf der Ennsleite. (Foto: SPÖ)

In der Nacht auf den 6. Mai wurde die Infotafel direkt am Mahnmal des 12. Februar 1934 im Park an der Wokralstraße im Stadtteil Ennsleite zerstört. Einen Tag später kam es im Zuge des sogenannten Sonntags-Spazierganges zu einem Übergriff beim Neutor auf die Gruppe „Yes, we care“.

„Beide Vorfälle fanden unmittelbar vor den KZ-Befreiungsfeiern statt. Das lässt auf einen dementsprechenden politischen Hintergrund schließen. Bezüglich des Mahnmals wird Anzeige erstattet“, sagt SPÖ-Bezirksvorsitzende Stadträtin Katrin Auer.

Keine Polizei beim Neutor

Bürgermeister Markus Vogl: „Unsere Stadt muss nun schon seit einer Ewigkeit die sogenannten Sonntagsspaziergänger ertragen, die von der Polizei eskortiert werden. Es muss jedenfalls gewährleistet sein, dass auch die angemeldeten und legitimierten Kundgebungen von ‚Yes, we care‘ von der Polizei die gleiche Aufmerksamkeit bekommen und vor Attacken geschützt werden. Vor dem Neutor war dies am 7. Mai jedenfalls nicht der Fall.“

Am 7. Mai wurde eine Kundgebungs-Teilnehmerin beim Neutor von einem „Spaziergänger“ angegriffen. Polizei war trotz ordnungsgemäßer Anmeldung keine vor Ort. „Die sonntäglichen Spaziergänger richten ihre Angriffe gegen demokratische Institutionen. Das ist schon höchst fragwürdig. Noch weniger darf man es hinnehmen, dass Bürger und Teilnehmer von ‚Yes, we care‘ Opfer einer Attacke werden. Wir erwarten uns, dass die Polizei alles tut, um zur Aufklärung beizutragen“, so Vogl und Auer.


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